Die Qual der Wahl - oder: Bleiben wir bis zum Rentnerleben beim Wohnmobil?

Wohnmobil, ausgebauter Kastenwagen oder autarker Wohnwagen? Gemischte Gefühle und Überlegungungen wie wir die Zeit bis zum Rentnerleben überbrücken und was die vernüftigste Lösung ist:

Wir überlegen schon lange, was unsere Reisezukunft angeht:

 

Wir lieben das ungezwungene Leben im Wohnmobil, soviel ist klar! Es hat total viele Vorteile im Wohnmobil zu reisen! Leider aber auch Nachteile.

In den letzten Jahren kommt es immer wieder vor, dass wir länger an einem Ort verweilen, wenn es uns gefällt.

Um dann vor Ort beweglich zu sein, nehmen wir oft einen Anhänger mit unserem Elektro Twizy oder unseren Smart mit.

 

Eins ist klar: Wenn wir das Rentenalter erreichen sollten, gibt es für uns keine Alternative zum Wohnmobil. Es müsste allerdings deutlich größer sein als unser Eura zur Zeit. Man darf ja mal träumen!! ;-)))

 

Wäre bis dahin ein Wohnwagen die Alternative?

 

Wir kennen das Reisen mit einem Wohnwagen aus früheren Zeiten.

Ein völlig autarker Wohnwagen der wie ein Wohnmobil ausgerüstet ist und mit einem entsprechendem Zugfahrzeug davor, ist mit Sicherheit nicht günstiger, aber man wäre vor Ort "mobiler".

 

Langsamer unterwegs ist man auch nicht, da wir mit unserem Wohnmobil (4,5 to.) auch nur 100 km/h fahren dürfen und uns an das Lkw Überholverbot halten müssen.

 

Autarke Wohnwagen gibt es ohne Ende und die Zubehörlisten lassen keine Wünsche offen!

Von einer Alde Warmwasserheizung mit beheiztem Fußboden, Mover, Solar oder Klima.... Es gibt wirklich alles!

Ein SUV mit Allrad und Automatik wäre als Zugfahrzeug von Vorteil, aber dann reden wir zusammen auch schon über den Preis eines guten vollintrigierten Wohnmobils.

 

Mal schauen ....

Alles hat Vor- und Nachteile und man muss es sorgfältig überdenken.

 

Abgeschreckt haben uns allerdings auch die immer mehr überfüllten Wohnmobilstellplätze in Spanien. Mit Wohnmobil und Pkw Anhänger hat man meistens nur eine Chance, wenn man Monate im Voraus bucht. Sonst ist alles hoffnungslos überfüllt. Aber das betrifft nicht nur Spanien.

Um z.B. in Andernach am Rhein einen halbwegs guten Stellplatz zu bekommen, muss man meistens in der Woche anreisen und auch dann muss man im Sommer Glück haben überhaupt einen Platz zu bekommen.

Die jährlich gut zweistelligen Zuwächse bei den Neuzulassungen von Reisemobilen und Wohnwagen sprechen nicht dafür, dass sich die Situation in den nächsten Jahren entspannen wird!

 

Auch die Stellplätze an unserem "geliebten" Gardasee oder in der von uns oft besuchten Bretagne werden immer voller, teuer und was viel schlimmer ist, immer enger.

Bevor wir 15 € und mehr für einen engen Platz mit "fast" keinem Service ausgeben, haben wir uns in den letzten Jahren auf Campingplätzen mit allen Annehmlichkeiten eingebucht. Das gilt natürlich nur in der Nebensaison, die wir ja ohnehin immer nutzen.

Hier stehen wir auf großzügigen Parzellen mit Strom, WLAN, V+E und guter Sanitärausstattung für 13 € bis 19 €. (z.B. mit der ACSI CampingCard)

 

Bei einer längeren Anfahrt oder Heimreise punktet ganz klar das Wohnmobil. Hier ist man, was die Stellplatzmöglichkeiten betrifft, klar im Vorteil. Dies gilt ebenso bei Rundfahrten, wo man sich immer nur ein bis zwei Tage am gleichen Ort befindet.

 

Dann wäre noch eine weitere Alternative zu nennen: Ein gut ausgebauter Kastenwagen von Westfalia, Pössel, Adria und Co. bietet annähernd Pkw Qualitäten beim Fahren und Parken, hat aber den großen Nachteil, dass er uns für für längere Reisen aufgrund des begrenzten Stauraumes nicht geeignet erscheint.

Bei schnellen und kurzen Trips ist ein Kastenwagen unschlagbar und mittlerweile gibt es die ja auch mit allem an Ausstattung, was man benötigt oder sich wünscht.

 

Wäre noch die Kombination aus Kastenwagen und Wohnwagen als Alternative zu nennen:

Am Urlaubsort ist man mit dem Kastenwagen mobil und kann vielleicht auch die ein oder andere mehrtägige Zwischenreise damit unternehmen und für Kurztrips reicht er auch alleine.

In Kombination mit einem Wohnwagen hat man natürlich eine ziemliche Gesamtlänge, die viele abschrecken wird.

 

Da wir geschäftlich einen Pkw benötigen, fällt die Kastenwagenalternative weg bzw. wäre aus wirtschaftlichen Gründen völliger Blödsinn!

 

Bleiben nur die beiden anderen Möglichkeiten übrig!

 

Die Entscheidung für oder gegen ein Reisemobil oder einen Caravan steht noch aus. Es gibt viele Dinge, die wir beachten und abwägen müssen.

 

 

Wir werden darüber berichten!

 

Update Juli 2017:

 

Wir haben uns im März entschieden und einen neuen Wohnwagen der Marke LMC bestellt, der dann bereits im Mai ausgeliefert wurde. Es ist ein 520D Maestro mit Alde Warmwasserheizung, Klimaanlage und Mover. Auch sonst ist er wie ein Reisemobil ausgestattet. Innenliegende Frisch- und Abwassertanks, Dusche, Solarplatten und eine Teleco Sat-Anlage runden das ganze ab. Die Gesamtlänge von 7,40 Meter und 2,0 Tonnen Gesamtgewicht erforderte ein kräftigen Zugwagen. Hier haben wir uns für einen VW Tiguan 2 mit DSG und Allrad entschieden. Mit einer maximalen Anhängerlast von 2,5 Tonnen haben wir ausreichend Luft nach oben und die notwendigen Leistungsreserven.

 

Beruflich und privat eingeschränkt konnten wir nur zu Pfingsten ein paar Tage an die Nordsee fahren und verbrachten ein Wochenende im Sauerland.

 

Ende September möchten wir auf die erste größere Reise gehen. Geplant ist ein Urlaub am Gardasee. Wir werden davon einen Reisebericht erstellen und auch von Ausflügen mit dem Pkw berichten.

 

Bis dahin wünschen wir allen Lesern einen tollen Sommer und vielleicht ja auch eine schöne Reise!