An den heißen Quellen von Saturnia

Die Sonne weckt uns gegen 09:00 Uhr. Heute fahren wir zur berühmten Therme nach Saturnia. Die Attraktion des kleinen, aber schönen Ortes auf dem Hügel ist die 3 km südlich liegende Therme. Hier schießt das schwefelhaltige Wasser ganzjährig mit 37,5°, erhitzt durch die Vulkantätigkeit des Monte Amiata, aus der Tiefe und man hat direkt an der Quelle ein mondänes Kurbad errichtet. Hier muss man schon ein wenig tiefer in die Tasche greifen.

Ein Stückchen südwärts strömt der "heiße Bach" bis zu einem Steilhang, wo er dann mit gewaltiger Gischt herunterstürzt und zahlreiche Badebecken füllt.

Das Gelände ist öffentlich zugänglich und damit kostenfrei zu betreten. Also......die Taschen zu lassen. Das Baden in dieser Naturlandschaft ist ohnehin viel schöner als in der Therme ;-). In früheren Jahren, wir kommen seit 1993 immer wieder hier her, konnte man direkt an den Cascaden parken.

Aber wie läuft es, wenn ein Platz von teilweise mehr als Hundert Campern belagert, der Müll achtlos weggeworfen wird und sich die menschlichen Hinterlassenschaften in den Büschen wieder finden? Er wird natürlich für Wohnmobile gesperrt!

Jetzt hat man ein Ersatzmöglichkeit geschaffen, die durchaus akzeptabel ist. Von den Cascaden aus, ein Stückchen Richtung Saturnia, direkt an einer alten Tankstelle zweigt ein kleiner Weg links zu einem neuen Stellplatz. Er liegt am Hang und ist terrassiert, hat alle Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, sowie einen Shop und ein kleines Restaurant. Neben Sanitäreinrichtungen bietet man den Gästen einen kostenfreien Bus Shuttle der tagsüber zu jeder vollen Stunde zwischen Stellplatz und Cascaden pendelt. Der Stellplatz kostet 16,00 € incl. Strom und V+E.

Wir parken unsere Fahrzeuge und setzen uns im Windschatten in die Sonne. Heute weht ein unangenehm kalter Wind, aber hinter dem Womo ist es angenehm.

Anschließend wandern wir in den Ort hoch und genießen auf der Terrasse einer Bar ein Vino Rosso.

Auf dem idyllischen Platz im Ort trifft sich die ältere Generation zum klönen. Man erkennt an der Kleidung deutlich den sozialen Unterschied.

Nach einer guten Stunde im schönen Ortskern wandern wir zurück zum Stellplatz. Eigentlich müssten wir heute abend baden gehen, wie wir es früher immer gemacht haben. Oft haben wir Stunden im heißen Wasser verbracht, die Sterne funkelten und wir genossen einen toskanischen Rotwein. Dafür ist der Wind heute einfach zu kalt :-(. Schade!!

Wir saßen schon einmal am heiligen Abend in den Badebecken, aber diese kalten Temperaturen sind schon sehr ungewöhnlich.