Auf zur ältesten Stadt Italiens... oder... endlich wieder Schnee.

Wir fahren heute noch ein kleines über die Küstenstrasse nach Norden. Dann geht es von Cecina über die SS 68 ostwärts ins Landesinnere und in den bergigen Teil der Toskana. Die Strasse wird schnell kurviger und man gewinnt rasch an Höhe. Es wird wieder weiß, denn Volterra liegt auf einem Hügel und so türmt sich der Schnee immer höher an den Straßenrändern. Wenigstens sind die Straßen frei! Bei den Parkplätzen sieht es jedoch anders aus.

Der offizielle Wohnmobil Stellplatz ist kaum befahrbar; Wir haben auch keine Lust auf Schneematsch. Im Reiseführer wird eine weitere Parkmöglichkeit unterhalb der Hauptstraße genannt, den wir uns anschauen. Er ist weitestgehend vom Schnee befreit ist und so bleiben wir hier. Man hat sogar einen schönen Blick ins Tal.

Nach einer Mittagspause gehen wir in den historischen Ort. Man sieht viele Schulklassen und japanische Touristen. Wir schlendern durch die "alte" und sehr schöne Stadt.

Natürlich besuchen wir eines der alten Cafe's.

Gegen Abend meldet sich der Hunger und wir suchen ein Pizzeria. Nirgendeine, sondern die bei den Einheimischen sehr beliebte Pizzeria "Da Nanni". Wir geben die Koordinaten in die Navi ein, denn in dem Gassengewirr ist das Lokal nicht einfach zu finden. Nach ein paar Minuten finden wir ein unscheinbares, mit wenigen Holzbänken und Tischen bestücktes, kleines Lokal. Wir haben Glück und erwischen direkt an der Theke einen Platz. Von hier können wir den Pizzabäcker mit seinem Holzofen beobachten. Uns fällt auf, dass hier 80% der Speisen "da asporta" (zum Mitnehmen) verkauft wird.

Wir haben gerade unsere Getränke bestellt, als uns der Pizzabäcker eine in Tortenstückchen zerteilte knusprig dünne "Pizza?" als Vorspeise serviert. Er erklärt uns, dass es sich hier um Kichererbsenteig handelt!? Schmeckt hervoragend!

Nach einiger Zeit, etliche Kichererbsenstücke und Vino Rosso später, wird die Pizza serviert. Perfekter knusperdünner Teig und nur frische Zutaten. Lecker!

Auf dem Heimweg zu unseren Wohnmobilen kommen wir an eine Weinbar vorbei. Reinhold schaut durch das Fenster und meint "Das müssen wir uns anschauen" und so gehen wir in die Bar und staunen nicht schlecht: Die ganze Kneipendecke hängt voller BH's! Ihr habt richtig gelesen; Von Körchengröße A bis Doppel D und größer hängt in allen Farben an der Decke. Das sind Hunderte! So etwas haben wir ja noch nie gesehen.

Wir bestellen vier Vino Rosso und bekommen prompt eine Käseplatte dazu!? Ein bißchen Käse muss noch gehen, denn wir sind ja nicht unhöflich ;-).

Damit es sich für die nette Wirtin wenigstens etwas lohnt, bestellen wir noch vier Wein und bekommen wieder Käse dazu. Nun reicht es mit essen und trinken; "Il conto per farvore" - die Rechnung bitte. Sie möchte "Otto Euro", das sind acht Euro! Ich sage, dass wir acht Gläser Wein mit Käse hatten und sie bestätigt erneut: "Otto Euro, per farvore"! Das ist ja nicht zu glauben: Acht große Gläser Wein mit reichlich Käse für 8,00 €. Pro Person? Nein, "tutto completto"! Wir geben ein großzügiges Trinkgeld und gehen auf direkten Weg ins Womo Bett;-))).