Anreise über Wertheim und den Reschenpass

21.09.2017 Erster Stopp Wertheim am Main

Wir starten unseren diesjährigen Sommer- bzw. Herbsturlaub aus beruflichen und privaten Gründen erst am 21.09.2017 Richtung Süden.

Von den vielen Baustellen, insbesondere an den Brücken, haben wir bereits bei vergangenen Reisen berichtet. (und uns beklagt!)

Für die ca. 420 KM bis zum Stellplatz vom ExpoCamp, jetzt heißt es ja Erwin Hymer World, am Almosenberg im Industriegebiet von Wertheim haben wir sagenhafte 7,5 Stunden benötigt! Ganz extrem war die A3 zwischen Aschaffenburg und Wertheim, denn da wurden 3 Stunden Stau gemeldet. Wir sind von der Autobahn abgefahren und haben uns über viele kleine Dörfer, Wälder und Hügel bis zum Tagesziel "vorgekämpft".

Das hat echt keinen Spaß gemacht und war ziemlich anstregend.

Gegen Abend haben wir dann endlich unser Ziel erreicht und holen uns FastFood vom MC Donalds, da wir zum Kochen keine Lust mehr hatten. Auch der Besuch vom riesigen Outlettcenter "Wertheim Village" fiel heute aus.

Unser Fazit an diesem Tag mit dem Gespann lautet: Schneller wären wir mit dem Wohnmobil auch hier nicht angekommen.

Insbesondere der Stau- und Abstandsassistent mit automatischer Spurhaltung war schon sehr entspannend. Für ein Schläfchen oder das Lesen der Zeitung während der Fahrt wird es aber noch ein paar Jahre dauern.

 

Bequem, aber für eine kalte Erfrischung oder einen kleinen Snack mussten wir beim Wohnwagengespann halt anhalten. Im Womo hieß es öfter "Schatz, hol uns doch mal eine Cola oder was zu Essen". Das geht jetzt nicht mehr!

Beim nächsten Mal müssen wir dafür eine Kühlbox mit entsprechendem Inhalt im Pkw mitführen.

 

Fotos von den Staus haben wir nicht gemacht und die möchten wir Euch auch ersparen ;-).

 

Der Stellplatz bei Erwin Hymer war gut besucht, aber es gibt angesichts der ca. 100 kostenfreien Plätze eigentlich immer einen Parkplatz. Wir haben keine Fotos gemacht, aber das soll sich ab morgen ändern!

22.09.2017 Über den Reschenpass bis nach Italien

Der zweite Anreisetag war zum Glück wesentlich entspannter!

Es geht noch ein kleines Stück auf der A3 bis zum Biebelrieder Kreuz südlich von Würzburg und dann auf der A7 bis nach Füssen. Hinter dem Grenztunnel nach Österreich haben wir erst einmal getankt, was allerdings auch nicht günstiger als in Deutschland war, aber 1,12 € für den Liter Diesel war echt ok!

In Reutte Süd legen wir (wie fast immer) unseren ersten Einkaufsstopp beim Lidl ein, denn hier gibt es die ersten pfandfreien Getränke.

Wir haben nichts gegen Pfand und es schont natürlich die Umwelt, aber im Urlaub im Süden können wir die Flaschen und Dosen nicht eintauschen und möchten diese nicht bis zum Ende der Reise lagern.

Der Fernpass ist schnell überquetr und bis nach Imst ist es nicht mehr weit. Hier haben wir die Wahl: Eine Vignette für 8,90 € für 10 Tage, die wir mit dem Womo nicht nutzen konnten (GoBox wegen >3,5 to.), oder über die Landstraße bis nach Landeck und dann zum Reschen.

Wir sind neugierig und kaufen uns eine Vignette. Jetzt können wir auf der Autobahn bis kurz vor Landeck fahren und dann den ca. 10 KM langen Tunnel zum Reschen nutzen. Fazit: Zeiteinsparung ca. 20 Minuten.

Das lohnt sich definitiv nicht! Es wäre etwas anderes, wenn man die Route über Innsbruck und über den Brennerpass fahren würde.

Da käme aber dann die Maut für die Europabrücke hinzu und nicht zu vergessen die italiensche Autobahnmaut bis nach Bozen Süd, denn erst da treffen wir über die Reschenpassroute wieder auf die Brennerautobahn.

Das Wetter wird, je südlicher wir kommen, immer schöner ....

.... und so haben wir bei der Anfahrt zum Reschen, hier kurz vor Nauders, und der ....

.... Grenze zu Italien einen schönen blauen Himmel mit ein paar weißen Wolken.

Wir umrunden den Reschen- und den darunterliegenden Haidersee und erreichen bald die ersten Serpentinen, die ins Vinschgau Richtung Meran führen. Unser heutiger Stopp soll die uns bekannte Pizzeria am ...

... sein. Hier haben wir schon öfter übernachtet. Der Parkplatz kann kostenfrei genutzt werden, aber die Einkehr und ein wenig Verzehr ist natürlich erwünscht.

Jetzt gibt es hier eine Änderung, die längst überfällig war. Wegen der "Lauschäpper" die wir hier öfter beobachtet haben, ist jetzt eine Übernachtungsgebühr in Höhe von 20,00 € fällig. Dafür bekommt man allerdings einen Verzehr- bzw. Einkaufsgutschein über 20,00 €.

Also ist die Übernachtung für Gäste weiterhin kostenfrei.

Man kann dafür regionale Produkte einkaufen ...

... ein paar Kaltgetränke auf der Sonnenterasse genießen oder eine hervorragende Pizza aus dem Holzofen genießen. Es gibt natürlich auch andere Südtiroler Spezialitäten!

23.09.2017 Die letzte Etappe zum Ziel - Camping LaCa

Nach einer relativ ruhigen Nacht, der Verkehr am Reschenpass läßt zwischen 22 Uhr und 06 Uhr erheblich nach, fahren wir die letzten 30 KM durch das schöne Obsttal (Vinschgau) Richtung Meran. Ab und zu hält uns ein Traktor auf, aber wir kommen schon bald in Meran an und erreichen damit die kostenfreie Autobahn nach Bozen.

Bei Bozen Süd fahren wir auf die kostenpflichtige Brennerautobahn A22 bis nach Affi (Lago di Garda Süd) und bezahlen ca. 12,00 € Gebühr.

Auf der kostenfreien Autobahn nach Pischera del Garda sehen wir auf der Gegenseite einen Megastau. Die werden sicher 2 Stunden bis zur Mautstation in Affi benötigen.

Typischer Rückreiseverkehr am Samstag zur Mittagszeit! Der kleine Umweg über die Autobahn Mailand - Venedig zur A22 Brennerautobahn ist für "Insider" auf einem Rückreisetag ab dem süd-westlichen Seeufer die bessere Wahl, aber wer weiß das schon.

Gegen 14 Uhr erreichen wir den Campingplatz LaCa und parken auf unserer gebuchten Parzelle ein.

 

Angekommen!

 

Da wir vom wunderschönen Campingplatz "LaCa" schon öfter und sehr ausführlich berichtet haben, gibt es jetzt nur Berichte von Ausflügen oder anderen Unternehmungen.

Ins Tal des Minico - Borghetto

Der natürliche "Ablauf" des Gardsees befindet sich im südlichen Peschiera del Garda. Hier fließt das überschüssige Wasser in den Mincio. Am Tal des Mincio liegen tolle Orte, die wir in der Vergangenheit bereits besucht haben. Der Minicio mündet südlich von Mantua im Po, der dann wiederum zwischen Venedig und Rimini in der Adria mündet.

Unsere favorisierten Orte im Tal des Mincio sind Monzambano und Borghetto. Hier befinden sich hervorragende Wohnmobilstellplätze die wir in der Vergangenheit besucht haben und von denen wir berichtet haben.

Heute besuchen wir Borghetto mit unseren Womo Freunden aus Spanien. Christel und Josef haben uns am Gardasee auf dem Weg in die südliche Überwinterung besucht.

Borghetto wird vom Fluß quasi um- und durchspült...

... und wir wundern uns immer, wie es die alten Gebäude schaffen, sich gegen die Wassermassen zu behaupten.

Das Gitter an der alten Wassermühle ...

... muss etliche "Liebesvorhangschlösser" aushalten.

Blick von der Viscontibrücke.

Ausflug nach Desenzano del Garda

Der nächste größere Ort südlich vom Campingplatz ist Desenzano del Garda, den man in ca. 12 KM Entfernung erwandern oder erfahren kann.

Hier eine kleine Fotoauswahl. Zum vergrößern bitte anklicken!

Padenghe sul Garda

Natürlich gehört ein Besuch der Burg von Padenghe sul Garda zum Standartprogramm. Die Burganlage ist mit ein wenig Anstrengung in ca. 30-45 Minuten zu Fuß südlich vom Campingplatz erreichbar. Von hier hat man einen schönen Blick auf den südlichen Gardasee zwischen der Halbinsel Sirmione und Desenzano.

Die nachfolgenden Fotos können durch anklicken vergrößert werden.

Weiter geht's mit dem 2. Teil!