Am späten Vormittag haben wir alles gepackt und der Schlüssel vom Anlasser wird gedreht!

 

Viele Wege führen nach Rom? oder Brest!

Lust auf Autobahngebühren haben wir nicht und zu den Kilometerfressern gehören wir auch nicht. Also geht es in kleinen Etappen los, denn der Urlaub soll ja mit der Fahrt beginnen. Wir fahren zunächst über die A30 Richtung Amsterdam und dann über Antwerpen an die belgische Küste.

Anders als bei unseren holländischen Nachbarn, die sich sehr gegen das "freie" Stehen, welches in einem Wohnmobilurlaub eine große Rolle spielt, wehren und dieses Verbot auch rigoros durchsetzen, ist es in Belgien sehr gut möglich, einen schönen Wohnmobilurlaub zu verbringen.

Wir fahren an der wirklich schönen belgischen Nordseeküste entlang, die sich sicher für eine schöne Tour eignet, wenn man nur eine Woche Zeit hat. Die Strände sind teilweise so breit, dass alle Einwohner Belgiens (ca. 10 Mio) an dem nur 67 km langen Küstenstreifen genug Platz hätten, ohne dass auch nur ein Hauch von Ballermann oder Riminiflair aufkommen würde.

Entlang der Küste reiht sich Badeort an Badeort und man kann sich mit der Tram, die zwischen dem nördlichen "Knokke" und dem südlichen "de Panne" pendelt, von Strand zu Strand fahren lassen.

Schöne und weniger schöne Stellplätze gibt es zu Genüge, wir kaufen aber erst einmal pfandfreie Getränke und ein paar Lebenmittel ein und fahren dann doch noch über die Grenze Frankreichs bis südlich von Calais. Hier am "Cap Blanc Nez" kann man oben auf einem Hügel mit einem Denkmal ruhig übernachten und schaut auf die nur wenige KM entfernte englische Küste. Die Lichter der Küstenorte flimmern am Horizont und ab und zu sieht man ein Kreuzfahrtschiff oder eine große Fähre.

Blick vom Cap Blanc Nez auf die südliche Küste.