Wir werden um 07:00 Uhr wegen des starken Regen, der auf unser Dach prasselt wach und entschließen uns, heute etwas länger im Bett zu bleiben, da das Wetter nichts Gutes verspricht. Wir schlafen wieder ein und wachen erst gegen 10:00 Uhr auf. Der erste vorsichtige Blick durch das Schlafzimmerfenster zeigt, dass die Regenfront verzogen ist. Der Himmel ist wieder blau und es könntedoch wieder einen schönen Tag geben.

 

Als wir später Richtung Süden in Le Pouliguen einrollen, denken wir fast, wir sind in Nizza. Mittlerweile ist es auch wieder 27° Grad warm.

Das passt nicht! Noch vor einigen Kilometern zeigte sich die Landschaft einsam und landestypisch. Der Ort scheint aber genügend Touristen anzuziehen, sonst wären nicht so viele Hotels vorhanden und es wird auch noch fleissig weitergebaut.

Nichts für uns; Wir flüchten!

Wir haben von der Insel "Ile de Noirmontier" gelesen und vor allen Dingen von der Möglichkeit, diese bei Ebbe über eine abenteuerliche Trasse durch das Watt zu erreichen. Das muss man gesehen haben!

Bald erreichen wir die Küste und sehen kurz vor der Wattpassage ein großes Schild auf dem die Zeiten der Ebbe in den nächsten Tagen angegeben werden.

Leider kommen wir hier zeitlich ungünstig an, denn man kann die Passage nur 1,5 Stunden vor und nach der angegebenen Zeit der Ebbe befahren. Wenn man von der Flut eingeholt wird, gibt es zwar in kurzen Abständen Rettungsinseln, auf denen man dann auf die nächste Ebbe warten kann, doch wird man zuschauen müssen, wie sein Fahrzeug in den Wellen der Flut versinkt ;-/. Kein schöner Gedanke!

Motorschaden? Kein Sprit im Tank? Viel Glück!!!!!!!

Wir wollen nicht bis zur nächsten Durchfahrtsmöglichkeit warten und fahren weiter südlich über die ebenfalls vorhandene Brücke. Natürlich haben wir uns die Zeiten der nächsten Tage notiert, denn wir wollen die Rückfahrt durch die Passage nehmen.

Wir werden aber vorher IN JEDEM FALL tanken;-).

Völlig "unspektakulär" fahren wir über die Brücke und dann weiter zur nordwestlichen Spitze. Hier soll es einen Reisemobilstellplatz geben. Nach kurzer Zeit finden wir ihn und erwischen gerade noch die letzte freie Lücke. Die Mobile stehen hier so eng, dass man die Garagenklappe nicht komplett öffnen kann und man kassiert hier 8,00 €.

Auf dem nahen Campingplatz Municipale beträgt die Gebühr nur 9,65 € und wir haben viel Platz. Deshalb quartieren wir uns für eine Nacht hier ein.

Man hat Sicht aufs Meer und ist ganz nah am Ort, wo wir uns abends auf einer Restaurantterrasse eine Portion "Moules / Frites" (Muscheln mit Pommes) und einen Rotwein gönnen. Lecker!

Sonne und Wolken im abendlichen Himmel