Nach dieser ausgesprochen ruhigen Nacht fahren wir weiter bis nach Honfleur. Hier wollten wir schon im letzten Jahr übernachten, aber Wohnwagengespanne dürfen hier nicht stehen. Vielleicht hat hier ein nahe gelegener Campingplatz eine starke Lobby?!

Auf dem Weg dorthin kommen kommen wir durch die Hafenstädte "Trouville" und "Deauville". Eigentlich eine Stadt, aber durch den Fluss "Touques" voneinander getrennt. Hier gibt es ein großes Casino und Strandpromenaden aus Holzplanken. Wenn man von Trouville über die Brücke nach Deauville fährt, merkt man schnell den Unterschied;

Man sieht mondäne Hotels und Villen; Hier verkehren die Reichen und die Schönen, und die, die meinen, dazu zu gehören. Wir nicht, und deshalb geht es weiter. Wir gehen nur noch kurz an den Strand.........

......um die hinlänglich bekannten Umkleidekabinen, von denen man uns Glauben machen will, dass die Stars und Sternchen der Filmbranche hier das ganze Jahr ein und aus gehen, zu besichtigen. Wenn man aber zum richtigen Zeitpunkt hier ist, z.B. beim Filmfestival oder bei wichtigen Terminen an der Pferderennbahn, kann es schon passieren, dass einem der ein oder andere Star vor die Füße, oder Kameralinse, läuft. Das mondäne Deauville wird auch immer wieder bei wichtigen internationalen Politikertreffen gerne genutzt und so waren die wichtigsten Regierungschefs der Welt schon einmal hier.

Nach kurzer Fahrt befinden wir uns dann auf dem offiziellen Stellplatz von Honfleur. Wir füttern den Parkscheinautomaten mit 7,00 €, was völlig in Ordnung geht, denn die Ver- und Entsorgung sowie beliebig viel Strom sind hier inklusive! Der Platz liegt so nahe am Zentrum, dass man ihn in 15 Minuten zu Fuß erreichen kann. Das machen wir auch jetzt:

Das alte Gebäude, hier rechts neben dem Hafenbecken ist die "Lieutenance", der ehemalige Sitz des Gouveneurs von Honfleur, der über das "Vieux Bassin" die Kontrolle hatte.

Wir schlendern durch die Altstadt und rund um das schöne Hafenbecken. Hier findet man immer wieder Maler, die nicht nur die Motive für ihre "Ölgemälde" hier zu Genüge finden, sondern die Bilder auch zu "zivilen" Preisen verkaufen. Hier haben schon Boudin und Monet Mitte des 19. Jahrhunderts gemalt. Honfleur war "die Hochburg" der Impressionisten, wie man im Musee Eugene-Boudin erfahren kann.