12.05.2015 Auf in den Südwesten Frankreichs

Bretagne, wir kommen: Dieses Jahr wegen der Feiertage schon ein wenig früher. Ich (Wolfgang) verabschiede mich um 11:00 Uhr vom Büro und dann können wir bereits gegen 11:30 Uhr den Zündschlüssel drehen.

Wir sind in der Vergangenheit immer über die Niederlande und Belgien Richtung Calais gefahren. Antwerpen, insbesondere der Kennedytunnel, hat uns mit Staus immer extrem genervt. Da wir in diesem Jahr ohnehin südlicher an der französischen Westküste bleiben möchten, biete sich die Route über Aachen an. Wir fahren ein Stück auf der A30 Richtung Niederlande und biegen dann kurz vor der holländischen Grenze auf die A31 nach Süden ab. Bei Aachen überqueren wir die belgische Grenze und kommen kurz vor Frankreich leider doch noch in einen langen Stau, weswegen wir uns für die Landstraße entscheiden. Kurz hinter französischen Grenze finden wir gegen 18:00 Uhr einen Übernachtungsplatz in Bavay. Der offizielle Stellplatz ist wegen Umbauarbeiten gesperrt, aber ein paar Meter weiter können wir auf einem Parkplatz am Sportplatz richtig gut stehen.

Wir stehen zunächst ganz alleine auf dem Parkplatz, was sich aber gegen Abend ändern wird.

Abends untersuchen wir den kleinen Ort und machen es uns anschließend im Wohnmobil gemütlich.

Stellplatzinfo:

Aire de Camping-Cars, F-59570 Bavay, Chemin de la Ronde

Gebührenfreier Stellplatz für 10 Mobile gegenüber dem Sportgelände. Zur Zeit wird alles renoviert! Ruhige Lage, Supermarkt in 150 Meter, Ortszentrum in 200 Meter Entfernung.V+E kostenfrei, kein Strom.

Ibbenbüren - Bavay 513 KM

13.05.2015  Westwärts bis ans Meer - Honfleur

Nach einer sehr ruhigen Nacht werden wir von der Sonne geweckt und so wird es heute auch bleiben. Die Klimaanlage arbeit hervorragend und da es staufrei und sonnig bleibt, ist die Fahrt richtig entspannend. Wir benutzen überwiegend die mautpflichtige Autobahn, denn auf geschätzte hundert Kreisverkehre und ebensoviele Bodenwellen haben wir wie immer keine Lust!

Bereits Mittags überqueren wir die gigantische Brücke über die Seine; Die Pont d´Normandie verbindet Le Havre mit Honfleur. Direkt dahinter biegen wir Richtung Honfleur ab; Tanken, kaufen beim Lidl ein und parken anschließend auf dem ziemlich gut besuchten Stellplatz ein. Das westliche Parkplatzende wird von uns wegen der Stadtnähe und der Nähe zu den Picknickgarnituren im angrenzenden Park immer bevorzugt und so haben wir auch heute Glück und erwischen einen schönen Platz am Wasser.

Wir genießen zunächst die Sonne am Womo und gehen später in die schöne Altstadt von Honfleur.

Ein kanadischer Fernsehsender dreht hier zur Zeit eine Doku!

Hier hat ein neues Geschäft für Luxussüßigkeiten eröffnet: Das sieht echt lecker, aber teuer aus!

Zurück am Stellplatz nutzen wir eine der vielen Picknickgarnituren und werfen den Grill an.

Stellplatzinfo:

Stellplatz am Bassin Carnot, F-14600 Honfleur, Quai du Nord

Stellplatz für 240 Mobile am Flußkreuzfahrthafen von Honfleur, Ort und Einkaufsmöglichkeiten in 500 Meter Entfernung.

Gebühren: 11,00 € / 24 Std. inkl. Strom, V+E mit Parkscheinautomat

14.05.2015 Quer durch die Normandie bis ins bretonische St.-Pol-del-Leon

Es ist heute bewölkt und es regnet immer mal wieder. Zeit, für eine Durchquerung der Normandie. Unser Tagesziel liegt südwärts in der Bretagne: Cancale. Eigentlich, aber als wir die Normandie hinter uns gelassen haben, fängt es teilweise so heftig an zu regnen, dass es auf der Autobahn zeitweilig runter auf 40 km/h geht. Alles darüber wäre eine Blindfahrt. Was sollen wir hier bleiben. Das erklärte Ziel in dieser Urlaubsreise ist noch knapp 200 KM entfernt. Die fahren wir auch noch!

Gegen 16:30 Uhr empfängt uns St. Pol-de-Leon mit dem schönsten Sonnenschein. Auf dem schönen Campingplatz "Ar Kleguer" haben wir im letzten Jahr gut zwei Wochen verbracht und hier werden wir auch in diesem Jahr einige Tage bleiben. Durch den Feiertag (Christi Himmelfahrt), der auch in Frankreich und den Beneluxländern ein langes Wochenende verspricht, ist der Platz gut belegt. Wir erwischen einen Platz in der ersten Reihe, von dem wir aus dem Womo einen tollen Blick auf die Meeresbucht haben. In den Campingstühlen schauen wir leider auf eine grüne Hecke.

Da es hier am Sonntag eine starke Abreisewelle gibt, können wir aber einen schönen Platz mit einer niedrigen Hecke und einer tollen Sicht reservieren.

Direkt hinter uns befindet sich ein Hügel mit alten Pinien und vielen Felsen. Das ist für unsere Klettermaus "Joy" natürlich ein riesengroßer Spielplatz.

Das Bild aus dem Womo ist um kurz vor 22 Uhr aufgenommen, denn wir sind so weit westlich, dass die Sonne erst gegen 22 Uhr untergeht.

In England hat man eine andere Zeitzone und wir befinden uns auf Höhe der Westküste Englands. Noch extremer hatten wir die Zeitverschiebung an der nordwestlichen Ecke Spaniens (s. Winter 2013)

Wir werden hier auf dem Campingplatz je nach Wetter, Lust und Laune die nächsten 10 bis 14 Tage bleiben.

Campingplatzinfo:

Camping Ar Kleguer ****, Avenue de la Mer, F-29250 St.-Pol-de-Leon

ASCI CampingCard Nebensaison Preis 16,00 € inkl. allen Extras und Ausstattungen. V+E, Top Sanitärgebäude mit großen Kabinen inkl. WC, Waschbecken und Dusche, großes Hallenbad, im Sommer Freibad mit etlichen Becken und Rutschen. Terrassierter Platz mit atemberaubender Sicht auf die Meeresbucht. Liebevoll angelegter Platz mit vielen Blumen und Pflanzen. Alter Pinienbestand und etliche Felsen laden zum Klettern ein.

Die großzügigen Parzellen sind mit Hecken von einander getrennt, was Wind- und Sichtschutz ermöglicht.

Honfleur bis St.-Pol-de-Leon 431 KM

Campingplatz "Ar Kleguer"

Wie bereits angekündigt, konnten wir am Sonntag auf "den" Top Platz umziehen. Die Sicht könnte besser nicht sein und auch auf den Campingmöbeln vorm Womo haben wir freie Sicht auf die komplette Bucht.

Blumen gibt es in Hülle und Fülle ...

... und keine 200 Meter entfernt kann man durch einen schönen Park das Ortszentrum von St.-Pol-de-Leon erreichen.

Dienstags ist hier rund um die Kirche ein kleiner, aber feiner Markt mit den üblichen Fressbuden, Klamottenständen und Handwerkern.

Mit dem Fahrrad zur Ille Callot

Gegenüber der Bucht vom Campingplatz sehen wir die Ille Callot, die wir mit Fahrrad erkunden möchten. Da man die Insel nur bei Ebbe über einen Damm erreichen kann warten wir ein paar Tage bis die "Tide" passt. Heute geht es! Von ca. 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr kann man die Insel erreichen und man benötigt für die 16 KM bis zum Damm mit dem Fahrrad eine gute Stunde, da die Fahrtstrecke ziemlich hügelig verläuft.

Der Radweg verläuft durch Wiesen und Felder und kurz vor Carantec überqueren wir den Fluß "Penze", bevor wir zum Damm kommen.

Eine letzte kurze Pause, dann ist der Weg durch das Meer trocken und wir fahren auf die Insel....

.... auf der die handvoll Anwohner mit dem Auto fahren dürfen. Alle anderen müssen hinter den Damm auf einem Parkplatz ihr Fahrzeug abstellen und die Insel zu Fuß oder halt mit den Fahrrädern erkunden.

Dementspechend ruhig ist es auf der Insel und die kleine einspurige Strasse führt uns an tollen einsamen Stränden vorbei.

Irgendwann geht es nur noch über schmale Feldwege weiter und dann erreichen wir das Ende der Insel. Zumindestens mit den Rädern geht jetzt nichts mehr. Zu Fuß kann man noch ein paar Hundert Meter weiter gehen, aber dann ist Schluß!

Egal wie klein ein Ort oder eine Insel ist, es gibt natürlich ...

.... auch hier eine Kirche.

Nach gut 4 Stunden und immerhin 39 KM kommen wir wohlbehalten auf dem Campingplatz an und werfen den Grill an.

Wanderungen rund um St.-Pol-de-Leon

Rechts und links entlang der Bucht von St.-Pol gibt es tolle Wandermöglichkeiten. Der westliche Teil beginnt direkt neben dem Hafenbecken.

Typisch sind die Grundstückseinfassungen aus Natursteinmauern, die alte Bauern- und Gutshöfe umgeben. Ein Stück weiter ....

... sieht man einen der ebenfalls typischen Dämme, die bei Flut mit frischem Wasser gespült werden.

Auf den Natursteinwegen wachsen viele verschiedene Steingewächse...

... und man findet natürlich die schönen Bretonischen Häuser...

...mit farbenfrohen Toren und Fensterläden.

"Die Wiese könnte auch mal gemäht werden!"

Es gibt auffällige Wasservögel ...

... und riesengroße Pinienzapfen, die kaum in eine Hundeschnauze passen.

Östlich von St.-Pol gibt es den Uferwanderweg "Sentier Cotier", der nach Roscoff führt.

Es geht entlang von Hecken und immer wieder kommt man direkt an den Strand ...

... vorbei an Artichockenfeldern ...

... schönen Anwesen...

... und tollen Stränden.

 

Als wir zurück auf dem Campingplatz sind, reißt der Himmel auf und wir setzen uns vor das Wohnmobil, genießen  die Sonne und den Blick auf die Meeresbucht mit den geschätzten tausend Inseln.

 

Morgen geht es weiter in Etappen Richtung Norden.