13 bis 15.06.2014 Die letzten Tage in St-Pol-de-Lèon

Heute werden wir von Nebelhörnern geweckt. Nanu, wir sind doch nicht an der Nordsee. Als wir eine Stunde später die Verdunkelungsrollos öffnen, sehen wir das sich die Sonne durch den Nebel kämpft.

Im Minutentakt wird es heller und die Sonne gewinnt die Oberhand.

Die Ille Saint Anne ist bereits ein Viertelstunde später fast vom Nebel befreit...

... so dass wir wieder einen wolkenfreien sonnigen Tag genießen können.

Oldtimertreffen auf der Ille Sainte Anne

Von unserem Campingplatz aus sehen wir am Samstagmittag einige Oldtimer über dem Damm zur Ille fahren und das die Fahrzeuge auf dem Parkplatz am Ende des Dammes abgestellt werden. Das werden wir mal genauer unter "die Lupe" nehmen.

Am Parkplatz angekommen sehen wir sehr gut erhaltene Fahrzeuge, wie man sie oft in Frankreich vorfindet.

Auf der Insel finden wir die Oldtimerfreunde...

... die sich eine gemütliche, windgeschützte Ecke für ein Picknick gesucht haben.

Der letzte Tag in St-Pol-de-Lèon

Heute ist noch einmal "relaxen" angesagt. Lesen und die Sonne genießen.

Zwei Kajakfahrer müssen gegen Mittag eine Zwangspause einlegen und auf die Flut warten, denn vor 17 Uhr kommen die nicht weg.

Diese beiden Reiter nutzen die Ebbe und haben ihren Spaß am breiten Strand.

Am frühen Abend kommen dann die Wassersportler wieder voll auf ihre Kosten.

Für uns heißt es jetzt die Sachen zu packen. Der Twizy wird auf dem Anhänger fixiert und die Campingmöbel verschwinden im Heckfach des Womo's, denn morgen müssen wir diesen Platz räumen, da er ab dann reserviert wurde.

Außerdem müssen wir nach 15 Tagen weiter, nein, leider nicht weiter, sondern in kleinen Schritte heimwärts. Am kommenden Samstag wollen und müssen wir wieder zu Hause sein.

16.06.2014 Ab jetzt geht es heimwärts - heute bis Honfleur

Da wir gestern schon unsere Campingplatzgebühren entrichtet haben, geht es um 09:30 Uhr nur noch kurz zur V+E und dann fahren wir ein letztes Mal durch den Ort, denn wir müssen erst noch tanken.

Eine halbe Stunde später fahren wir über die Brücke von Morlaix und schauen auf den Yachthafen. Wir lassen es gemütlich angehen und haben noch kein festes Ziel geplant. Am späten Vormittag verlassen wir die Bretagne in Höhe der Bucht von Mont St-Michel und erreichen wieder die Normandie, die wir, wie schon auf dem Hinweg, auf dem direkten Weg durchqueren. Wir erreichen nachmittags die Küste bei Deauville. Hier konnte man in früheren Zeit wunderbar im Hafen stehen, was leider aufgrund einer riesigen Baustelle zur Zeit nicht erlaubt ist. Wir befürchten das es diesen Stellplatz im mondänen Badeort auch in der Zukunft nicht mehr gibt, denn es entsteht hier für den Normalverdiener unbezahlbarer Luxuswohnraum. Also geht es noch ein paar KM weiter nach Honfleur und erwischen einen schönen Platz am westlichen Ende.

Vom Stellplatz benötigen wir keine 10 Minuten zu Fuß, um zum schönen Ortskern mit dem alten Hafenbecken zu gelangen. Also, auf gehts!

Wir umrunden das Hafenbecken .....

.... an dessen Rand man sich überall kulinarisch verwöhnen lassen kann. Eine Gasse weiter sehen wir dann ....

.... den ersten fremden Renault Twizy in Frankreich. Wir hätten eigentlich erwartet das im angeblichen Vorreiterland der Elekromobilität mehr E-Fahrzeuge unterwegs sind, aber das gilt wohl eher für die Ballungscentren für die der Twizy sicher auch überwiegend konstruiert wurde.

Da in Honfleur die Seine mündet, sehen wir hier fast immer ein Flusskreuzfahrtschiff.

Stellplatzinfo:

Stellplatz am Bassin Carnot, Quai du Nord, 14600 Honfleur

Ebener geschotterter Platz für über 200 Mobile, wenig Schatten, Picknickgarnituren unter Bäumen im Park neben dem Platz, 500 Meter zum historischen Ortskern. Mehrere Entsorgungsstationen und sehr viele Wasserhähne.

Gebühren: 10,00 € / 24 Std. inkl. V+E und Strom

Viele sagen, es wäre ein häßlicher Platz, aber wir teilen diese Meinung nicht. Insbesondere wenn man am linken Platzende Richtung Ort und vielleicht neben der Grünfläche steht ist der Stellplatz völlig in Ordnung.

St-Pol-de-Lèon nach Honfleur 410 KM

17.06.2014 Le Trèport zum Zweiten

Honfleur war wieder mal ein Besuch wert und wir kommen bestimmt immer wieder her! Die Nacht auf dem Stellplatz mit über grob gezählten 230 Wohnmobilen war erstaunlich ruhig, da wir, wie fast immer, am Ende des Platzes in der Sackgasse standen. 

Wir tanken Wasser, entleeren die Tanks und rollen um 10:00 Uhr vom Platz. Kurze Zeit später überqueren wir wieder über die Pont de Normandie die Seine. Gegen 12:30 Uhr erreichen wir den Stellplatz auf den Klippen in Le Trèport und parken auf einem Eckplatz am südlichen Ende, von wo wir eine schöne Sicht auf die Küste haben.

Stellplatzinfo: s. 29.05.2014 auf unserer Hinfahrt!

Honfleur - Le Tréport 175 KM

18.06.2014 Le Tréport - Wanderung nach Mers-les-Bains

Wir schlafen heute erst einmal aus und so gehen wir erst um 11:00 Uhr zur kostenfreien Standseilbahn mit der wir in den Ort runterfahren. Durch den Ort gehen wir zum Hafenbecken, welches wir über eine kleine Fußgängerbrücke überqueren können.

Die Fischerboote liegen natürlich auch hier bei Ebbe im Schlick.

In Mers-les-Bains empfangen uns farbenfrohe Häuserfronten und Villen, die wir auch von unserem Stellplatz schon gut sehen konnten. Bei näherer Sicht sieht man allerdings, dass diese zum Teil sehr renovierungsbedürftig sind. 

Typisch für fast alle Seebäder in der Normandie findet man am Strand viele der privaten Hütten, die zum lagern von Strandutensilien und zum Teil mit Campingküchen ausgestattet sind.

Die grandiosen Kreidefelsen die hier die Steilküste bilden, gehören zu den Höchsten dieses Küstenabschnitts.

Die Fischerboote, die mit ihrem Fang heimkehren, werden immer von vielen hungrigen Möwen begleitet, was sich anscheinend lohnt.

Zurück am Stellplatz auf den Klippen gehen wir gegen Abend noch an der Steilküste spazieren. Wir wagen uns natürlich nicht ganz an den Rand ...

.... damit uns das nicht passiert ;-).

19.06.2014 Nordwärts bis nach Calais

Kurz vor 10:00 Uhr starten wir und fahren die letzte Etappe im Norden von Frankreich an. Wir wollen in Calais den Stellplatz am Fährhafen anfahren. Der war ja auf der Hinfahrt leider schon überfüllt, da wir viel zu spät dran waren. Aber heute haben wir noch ziemlich Auswahl als wir gegen 12:00 Uhr auf dem Stellplatz ankommen. In der zweiten Reihe sind sogar lange Stellplätze frei, so dass wir den Anhänger nicht abhängen müssen.

In einer Tour kommen und gehen hier die Fährschiffe ....

.... und blasen ihre Schadstoffe durch den Schornstein.

Die Motoren bleiben immer an, schon wegen der Stromversorgung. Was für eine Umweltverpestung und in ein paar KM sollen Feinstaubplaketten eine bessere Umwelt schaffen. Ein wirklicher Fauxpas! Wir können es nicht ändern, obwohl es sicher auch anders gehen würde!

Kurz nach Mittag untersuchen wir den schönen und entlosen Sandstrand auf dem man die typischen Strandhäuschen wieder findet.

Dieser Bunker, deutsche Wertarbeit ;-(, dient als Untergrund für ein Strandhaus. Sicher vor Überflutung und vor neugierigen Blicken der Nachbarn hat man von der Terrasse einen unverbaubaren Strandblick ;-).

Diese Möwen haben auch einen unverbaubaren Blick ... auf die zahlreichen Pommesbuden am Strand und die leckeren Reste, die dort immer wieder auf dem Boden fallen. Es kann allerdings auch durchaus passieren, dass eine kurzfristig unbeobachtete Pommes auf dem Tisch das Ziel der Räuber wird.  Aus Kinderhänden verschwinden auch schon mal ganze Brötchen; Also aufpassen!

Stellplatzinfo:

Stellplatz für ca. 40 Wohnmobile am Fähranleger von Calais.

Avenue Raymond Poincaré, 62100 Calais

Relativ ebener Platz auf Asphalt, Strand und Gastronomie in 200 Meter, Stadtzentrum in 1 KM Entfernung, durch den Fährbetrieb schon ein wenig laut, aber nachts läßt der Fährbetrieb nach. Uns hat es nie gestört!

Gebühren: Eigentlich 7,00 €, zur Zeit kostenfrei, da der Hafen erweitert wird und der angrenzende Camping Municipal dafür weichen musste. Kassiert wurde früher von den Mitarbeitern des Campingplatzes.

V+E kostenfrei, kein Strom.

Wir nutzen den Platz immer gerne für die erste und letzte Übernachtung in Frankreich!

Le Tréport - Calais 165 KM

20.06.2014 Letzter Stopp in Holland - Tolkamer am Rhein

Nach einer relativ ruhigen Nacht werden wir bereits um 07:00 Uhr geweckt, als einige Womo Nachbarn bereits wegfahren. Wir schlafen aber noch mal ein und werden dann erst um 09:00 Uhr wach. Nach einen Kaffee rollen wir dann bereits gegen 09:30 Uhr zur V+E und anschließend auf die Autobahn Richtung Belgien. Natürlich ist am Nadelöhr, dem Kennedytunnel in Antwerpen, wieder viel Verkehr, aber wir kommen fast ohne Stop & Go durch und überlegen ob wir heute bis nach Hause durchfahren. Als wir gegen 14:30 Uhr in der Nähe von Arnheim verspüren wir plötzlich keine Lust mehr weiterzufahren, denn wir erinnern uns an den Stellplatz in Tolkamer, der vielleicht 25 KM Umweg bedeutet. Also, runter von der Bahn und eine halbe Stunde später ziehen wir den Zündschlüssel auf dem Stellplatz am Rheinufer. Es reicht ja auch für heute und wir haben durchaus noch Zeit für eine Zwischenübernachtung.

Kennedytunnel ohne Verkehr ... vielleicht gibt es das nachts um 24 Uhr!

Direkt neben dem Stellplatz können Binnenschiffe ihre Pkw aufladen.

Hier wird nicht nur ein Van verladen ... die Ehefrau nebst 6 Kinder kommen auch an Bord. Jetzt ist uns klar, warum ein überdimensionierter eingezäunter Spielplatz auf den Ladeluken montiert ist ;-).

Stellplatzinfo:

Europakade 28, NL 6916 Tolkamer

Stellplatz für 15 Mobile direkt am Rheinufer neben der Autoverladestelle

Gebühren 9,00 € für 24 Std., kein Strom, keine V+E

Ort, Strandpromenade und Gastronomie in 200 Meter, schwimmender Supermarkt bei der Schiffstankstelle auf dem Rhein in einem KM Entfernung.

Calais (F) - Tolkamer (NL) 410 KM

21.06.2014 Die letzte Etappe nach Hause

Wir starten die letzte Etappe um 09:45 Uhr, nur ein kurzes Stück durch Holland, dann die B 67 von Emmerich bis wir kurz vor Reken über die A31 und A30 um 11:30 Uhr auf unserer Hofeinfahrt den Zündschlüssel ziehen.

Tolkamer - Ibbenbüren 166 KM

Fazit:

Wer uns kennt, bzw. unsere Reiseberichte gelesen hat, weiß, dass wir einen gänzlich anderen Urlaub als üblich gemacht haben;

Wir reisen meistens nach ein, zwei, spätestens nach drei Tagen weiter. Diesesmal, wie auch schon im März am Gardasee haben wir uns viel Zeit auf einem Campingplatz gelassen. Das lag sicher an dem tollen und absolut preiswerten Platz, als auch an der Tatsache, dass wir diesesmal unseren Renault Twizy für schöne Touren vor Ort dabei hatten. 

Den werden wir sicher nicht an jedem Wochenendtrip mitnehmen, aber vom Grundsatz her, ist dieses Fahrzeug ein ideales "Beiboot" für ein Wohnmobil.

 

Viele sagen jetzt vieleicht, dass wir dann ja auch ein Pkw mit Wohnwagen nutzen könnten, aber die Stellplatzmöglichkeiten und die Kurztrips sind mit dem Wohnmobil einfacher!

Trotzdem hat beides Vorteile, die jeder für sich abwägen muss!

 

Wir hoffen, dass es Euch gefallen hat diese Tour zu begleiten. Leider nicht Live, wegen der Internetprobleme unterwegs, aber das hat sich ja jetzt bald wegen dem Entfall der Roaminggebühren im EU Ausalnd erledigt!

 

Wenn ihr Fragen zu Stellplätzen oder anderen Dingen habt, meldet Euch gerne per E-Mail an ediundwolfgang "ät" arcor.de. Natürlich freuen wir uns auch über viele Gästebucheinträge!

 

Bis zur nächsten Tour nach ??? verbleiben wir mit den besten Wünschen,

 

Edi & Wolfgang