12.12.2014 Spanien - Wir kommen!

Wir haben um 13 Uhr noch einen wichtigen Termin und so starten wir erst gegen 16 Uhr Richtung Süden.

Der Abschied fällt uns überhaupt nicht schwer, denn es regnet ohne Unterbrechung.

Wir fahren zunächst Richtung Holland um am Schüttorfer Kreuz Richtung Süden abzubiegen.

Die Fahrt ist mit Starkregen und Sturm echt ätzend und so entschließen wir uns den ersten Übernachtungsstopp in Dorsten. Auf dem Stellplatz haben wir früher schon öfter übernachtet und er liegt unweit der Autobahn, so dass er sich ideal für eine Zwischenübernachtung eignet.

Viele werden jetzt denken, wieso fährt man dann nicht am nächsten Morgen?

Erstens beginnt bei uns der Urlaub mit dem Umdrehen des Zündschlüssels und zweitens kenn ich doch Edi, die morgens zumindestens wieder das Bad putzen würde ;-) (warscheinlich mehr!)

Das macht echt keinen Spaß! Dazu kommen ätzende Windböen ;-(

Der Dauerregen läßt irgendwann ein wenig nach und wir müssen mit unserer Aussie Dame "Joy" ja auch noch spazieren gehen. Da bietet sich ein Besuch der Eislauffläche in der Innenstadt von Dorsten an.

Dort angekommen ist die Eisfläche von einigen Eisstockspielern besetzt, sonst ist nichts los.

Hallo? Wir haben Freitagabend! Alle Glühwein- und Freßbuden sind um 20 Uhr schon geschlossen. Schade!

So bleibt uns ein Besuch beim "Extrablatt". Nein, das ist nicht die Tageszeitung von Dorsten und Horst Schlämmer ist auch nicht der Reporter dort. Der ist ja auch beim Grevenbroicher Tagblatt ;-).

In der Gastronomie essen wir  eine Kleinigkeit und gehen durch den wieder einsetzenden Regen zum Womo.

 

Stellplatzinfo:

Reisemobilhafen an der Lippe

Zur Lippe, 46282 Dorsten

Stellplatz für 38 Mobile zwischen Lippe und Wesel-Datteln-Kanal an der Eislaufhalle. Badelandschaft Atlantis in 300 Meter und Stadtkern in 600 Meter Entfernung, Picknik Garnituren und E-Bike Ladestation.

Gebühren: 5,00 € pro 24 Std Strom 0,50 € / kWh, Wasser 1,00 € / 10 Min.

Ibbenbüren - Dorsten 123 KM

13.12.2014 Billig tanken in Luxembuorg und ein Stück Frankreich

Bevor wir vom Stellplatz in Dorsten rollen haben wir noch ein paar Fotos aufgenommen, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten möchten:

Gegen 9 Uhr verlassen wir den Stellplatz in Dorsten, fahren erst Richtung Koblenz um dann auf die Eifelautobahn nach Trier einzuschwenken.

Mit ansteigenden Höhenmetern wird der Niederschlag der gegen die Frontscheibe prasselt immer dickflüssiger und bald sehen wir den ersten Schnee am Fahrbahnrand.

Es dauert nicht lange und wir erreichen die Steueroase Luxembuorg. NEIN, wir haben hier kein Geld geparkt!, aber das Tanken macht bei diesen Preisen natürlich fast schon Spaß!

58 Liter Diesel für gut 60 €, das könnte so bleiben!

Früher sind wir immer von Trier über Landstraßen nach Wasserbillig zum tanken gefahren, bis wir irgendwann feststellen mussten, dass der Kraftstoff an der Autobahn exakt das gleiche kostet.

Oft von uns zitiert: In Wasserbillig ist nicht nur das Wasser billig;-).

Wir sind mit dem Tanken schnell fertig, müssen aber noch einige Zeit warten, da unser Vordermann noch etliche Kanister füllt.

Denkt nicht, dass das die Kanister im Bild die einzigsten sind! Der fährt mit einer "Benzinbombe" nach Hause! 

Er hat die bereits gefüllten "Bomben" aber immer brav mit Decken abgedeckt ;-).

Lange dauert es nicht mehr und wir erreichen Frankreich. Eine halbe Stunde später kommen wir in Pont de Mousson an. Hier waren wir schon öfter und haben uns immer wohl gefühlt.

Wir überqueren "per Pedes" die Brücke über die "Moselle", wie die Mosel hier lieblich heißt und erreichen die Altstadt mit dem kleinen Weihnachtsmarkt.

Die Eislauffläche finden wir sehr interessant:

Wir suchen vergeblich die üblichen Starkstromkabel ... nix da ...keine da!

Die ökologische Eisfläche besteht aus Kunststoffplatten?

Die Schlittschuhe gleiten ziemlich gut über die Platten und so würde ich bestimmt hier auch einen doppelten Rittberger hinbekommen ;-)))).

Oder den sterbenden Schwan! "LOL"

Der Vorteil ist natürlich, dass man, wenn man sich auf den "Pinsel" legt, keine nasse Hose bekommt!

Noch etwas Vorbildliches: Die Einnahmen aller Weihnachtsmarktbuden gehen an einen guten Zweck!

Stellplatzinfo:

Stellplatz für 22 Mobile am Sportboothafen am Moselufer.

Asphaltiertes Gelände mit Picknikganituren, Sanitärgebäude und Waschmaschine.

Gebühren: 9,20 € incl. V+E, Duschen und WiFi.

500 Meter ins Ortszentrum, Mac Schnellrestaurant direkt nebenan.

 

Dorsten nach Pont-a-Mousson 420 KM

14.12.2014 Ein großes Stück Richtung Mittelmeer

Unser Stellplatz ist sehr ruhig (Nacht auf Sonntag) und so wachen wir erst gegen 09 Uhr auf. Wir  benutzen noch die großzügig bemessenen und kostenfreien Duschen bevor es weiter geht und so rollen wir gegen 10 Uhr vom Stellplatz.

Nach wenigen Kilometern sind wir wieder auf der Autobahn, die hinter Nancy kostenpflichtig wird.

Wir haben uns schon öfter über das für und wider der mautpflichtigen Autobahn ausgelassen und sind auch jetzt wieder der Meinung, dass wir besser die Autobahn nutzen.

Wenn man für Monate in den Süden fährt und viel Zeit hat, macht es vielleicht Sinn über die Nationalstraßen zu fahren. Wir möchten in kurzer Zeit am Mittelmeer sein und so bezahlen wir ohne Murren die 67 € bis zum heutigen Übernachtungsziel "St.-Paul.Trois-Cateaux", welches sich ein gutes Stück südlich von Lyon befindet.

OK, 67 € sind kein Pappenstiel, aber rechnen wir den Materialverschleiß der zig Kreisel und Start und Stopps mit, lassen wir den Mehrverbrauch an Dieselkraftstoff auch nicht außer Acht, minimiert sich die Rechnung bis auf wenige Euro.

Kurz unterhalb von Dijon (kommt da der scharfe Senf her?) hört es doch tatsächlich auf zu regnen und bald es gibt Situationen, wo wir uns die Sonnenbrille aufsetzen :-).

Es bleibt tatsächlich trocken und wir sind, als wir durch das Nadelöhr Lyon fahren, froh, dass heute Sonntag ist. Es geht zweimal runter bis auf 60  km/h, aber das ist, insbesondere an der Tunneldurchfahrt, extrem zügig!

Ein paar Kilometer später verteilt sich der Verkehr in alle Richtungen und wir sehen dieses futuristische Gebäude am Ufer der Rhone.

Hier noch mal eine Nahaufnahme; Wir müssen mal googlen, was das für ein Gebäude ist!

Joy liegt während der Fahrt meistens in ihrer Box, welche eigentlich der Korpus vom Fahrradanhänger ist. Wenn sie sich streckt und reckt, kann sie natürlich oben raus schauen, was sie öfter mal macht. Meistens verpennt sie aber die komplette Fahrt!

Als es gegen 16:30 Uhr langsam dunkel wird, haben wir keine Lust mehr weiter zu fahren und suchen uns einen Stellplatz in der ProMobil App (immer diese Schleichwerbung!).

Wir werden fündig; Unten dazu mehr!

 

Nachdem wir eingeparkt haben untersuchen wir den kleinen, schnuckeligen Ort und kaufen ein Baquette fürs Abendessen.

 

Wo sind die Bewohner? Bürgersteige sind keine da, sonst wären sie hochgeklappt :-).

Es ist zumindest alles sehr sauber und ordentlich.

Stellplatzinfo:

Parking Chausy , Rue de la Piscine 4, 6130 St.-Paul-Trois-Chateaux

Gebührenfreier Stellplatz auf einem Pkw-Parkplatz am Sportplatz.

Ebener asphaltierter Untergrung, Beleuchtung, Müllentsorgung,

kostenfreie Ver- und Entsorgung (auch Wasser)

Ortskern mit Geschäften und Restaurants in 300 Meter Entfernung.

Aufgrund der Nähe zur Autobahn ideal für eine Zwischenübernachtung.

 

Pont-a-Mousson nach St.-Paul-Trois-Chateaux 608 KM

15.12.2014 Bis fast zur spanischen Grenze         Saint-Cyprien

Ein stadtzentraler Stellplatz verspricht keine ruhige Nacht. Eigentlich, aber hier werden wir erst vom Müllwagen gegen 7 Uhr geweckt. Vorher war Totenstille und auch nachher konnten wir noch ein wenig ausschlafen.

Als wir gegen 8:30 Uhr die Rolläden hochziehen, sehen wir dieses Bild....

Die Sonne geht auf und der Himmel ist überwiegend blau. Das haben wir ja lange nicht mehr gehabt. Hoffentlich bleibt es heute so!

Soviel vorweg: Nein, leider nicht!

Wir fahren gegen 09 Uhr vom Parkplatz, besuchen noch kurz die kostenfreie V+E ...

... bevor es wieder auf die Autobahn geht.

Heute zur Abwechselung mal mit trockener Fahrbahn. Sogar die Sonnenbrillen kommen zum Einsatz ;-). Aber nicht lange, denn als wir das Mittelmeer erreichen, kommen die angekündigten Wolkenfronten auf uns zu gerollt.

Als heutiges Etappenziel haben wir uns den Stellplatz in Gruissan ausgesucht, damit wir heute nicht wieder so viel Kilometer "fressen" müssen!

An der Autobahnausfahrt von Narbonne tanken wir zunächst für 1,10 € / Liter randvoll und fahren die 10 KM nach Gruissan.

Für das Abendessen muss zuerst der örtliche Lidl herhalten, bevor wir zum Stellplatz fahren.

Der gefällt uns heute aber überhaupt nicht, denn es ist ziemlich matschig dort. Bei trockenem Wetter ist der im Winter kostenfreie Platz direkt am Meer einfach Klasse, aber heute ... Nein.

Nach kurzer Überlegung fahren wir den Stellplatz von Leucate an. Der ist aber im Winter entgegen der Informationen im Internet geschlossen.

Also fahren wir weiter Richtung Spanien und landen in Saint-Cyprien wo wir im Januar 2012 schon einmal waren.

Wir wissen das der Platz geteert und sehr sauber ist. Bei diesem Wetter ist das mit Hund natürlich von Vorteil.

Der komplette Stellplatz ist umzäunt und die Zufahrt ist videoüberwacht.

Unmittelbar vor dem Stellplatz befindet sich der Jachthafen.

Gerade, wo ich diese Zeilen schreibe und die Bilder einsetze, sehe ich in den Fernsehnachrichten einen Bericht über die geplante PKW Maut in Deutschland:

Die Maut wäre viel zu teuer! Insbesondere der Preis der Kurzzeitvignetten, 10 € für 10 Tage und 20 € für die 2 Monatsvignette sei absolut nicht akzeptabel!

Hallo?? In Frankreich, Spanien oder Italien ist es überhaupt kein Problem an einem Tag mehr als 100 € an Autobahngebühren zu zahlen!!!!!

Wenn man darüber nachdenkt, kriegt man die Krätze!

Also, wir vergessen das mal ganz schnell und widmen uns den schönen Dingen im Leben: Urlaub mit dem Wohnmobil ;-).

Stellplatzinfo:

Aire de Camping-cars au Port, Quai Arthur Rimbaud, 66750 St.-Cyprien.

Stellplatz für 40 Mobile auf Asphalt direkt am Yachthafen und Strand.

Komplett eingezäunt, Zufahrtsschranke, 500 Meter zur schönen Ortszentrum mit vielen Geschäften und Gastronomieberieben

Lidl Markt direkt neben dem Stellplatz über eine Wiese erreichbar.

Gebühren im Winter: 10,15 € / 24 Stunden inkl. Strom und V+E

Bezahlung nur mit Kredit- oder EC Karte möglich!

St.-Paul-Trois-Chateaux nach St. Cyprien 339 KM

16.12.2014 Auf nach Spanien - Besuch beim "Spätzle Fritz"

Als wir morgens aufwachen sieht es zwar bewölkt aus, aber es gibt auch viele blaue Flecken. So wird es heute hoffentlich bleiben, denn Regen hatten wir nun wirklich genug!

Wir fahren ca. 15 Km bis zur Autobahn und erreichen ein wenig später die spanische Grenze und sehen .....

....die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen.

Auf spanischer Seite fahren wir zunächst die kostenpflichtige AP7 bis kurz vor Tarragona, wo sich direkt parallel die kostenfreie Autobahn A7 befindet.

So ganz schnallen wir das nicht; Wieso gibt es zwei parallel verlaufende Autobahnen? Die eine kostet Maut und die andere kann kostenfrei benutzt werden!?

Egal, wir nutzen natürlich die kostenfreie Version.

Kurz vor Benicarlo/Peniscola geht es dann ein paar Kilometer ins Landesinnere zum "Spätzle Fritz" Wir kennen den großzügig angelegten Stellplatz mit dem Restaurant von früheren Reisen und finden, dass er sich für eine Zwischenübernachtung super anbietet.

Der Stellplatz ist für alle Womogrößen geeignet, so das auch Eigner eines Wohnmobils im Busformat und/oder mit Anhänger genug Platz vorfinden.

Der Stellplatz liegt inmitten riesiger Mandarinenplantagen ...

... dessen Früchte gerade geerntet werden und richtig lecker sind!

Die eignen sich allerdings höchstens noch für die Saftpresse ;-)

Hier trifft man immer viele deutsche Womobesatzungen so wie heute diese 5 Solistensterne. So nennen sich die alleinfahrenden Wohnmobildamen.

Wir kennen die Homepage von Edith schon länger (www.edith-on-tour.de) und so lernen wir sie hier persönlich kennen.

Wir wünschen ihr und den anderen Damen eine gute, knitterfreie Fahrt und noch viele tolle Urlaube mit dem Wohnmobil!

Stellplatzinfo:

Restaurant Spätzle Fritz, Planes del Reine (KM 16),

12510 San Rafael del Rio.

Gebührenfreier Stellplatz für 40 Mobile an einem deutschen Restaurant bei Einkehr und Verzehr. Strom 4€, Dusche 2€. Nichteinkehrer bezahlen 8€ / Nacht und Wohnmobil. Montags Ruhetag.

St. Cyprien - San Rafael del Rio 439 KM

17.12.2014 Die letzte Etappe bis nach Calpe

Den Stellplatz beim Spätzle Fritz können wir durchaus empfehlen! Trotz der nahen Straße konnten wir ruhig und sicher schlafen. Erst gegen 07 Uhr hört man etwas vom Verkehr, aber das macht nichts, weil man je ohnehin auf der Durchreise ist. Das Wetter ist so, wie man es sich für Spanien vorstellt, denn die Sonne scheint ungetrübt vom Himmel und so schalten wir das erste Mal in diesem Winter die Klimaanlage an.

Es geht zunächst über die Nationalstraße bis kurz vor Valencia, danach nehmen dann die kostenfreie Autobahn A7, die fast parallel zur kostenpflichtigen AP7 verläuft.

Wir haben den Sinn der Autobahnen nebeneinander nie verstanden. Natürlich benutzen fast alle die kostenfreie Variante.

Unterwegs geht es noch einmal ziemlich bergauf und so sehen wir dieses witzige, aber durchaus berechtigte Hinweisschild, denn die Lkws kriechen hier wirklich mit 40 Km/h und langsamer hoch.

Wie fast überall im Süden Europas ist das Verbrennen von Müll an der Tagesordnung, was man sieht und auch deutlich riecht;-)

Gegen 14:15 Uhr rollen wir auf unseren reservierten Stellplatz in Calpe und richten uns erst einmal ein.

Mit der Hilfe von unseren Urlaubsbekannten Meli und Wolfgang konnten wir hier einen Platz reservieren. Bärbel und Harald, die bereits vor gut zwei Wochen hier angekommen sind, haben dafür gesorgt, dass wir einen schönen großen Eckplatz bekommen haben.

Vielen Dank dafür!

 

Morgen gibt es Fotos vom Platz!

Stellplatzinfo:

Mediterraneo Camper Area, Partida Colari, 03710 Calpe

Stellplatz für 75 Mobile, Parzelliert und geschottert, Sanitärhaus mit Duschen und Toiletten, Waschmaschine und Trockner, Bar mit Picknick- und Grillplatz.

Strand in ca. 500 Meter, Ortszentrum in 1,5 Kilometern Entfernung, Aldi Markt direkt neben dem Platz, Lidl und weitere Supermärkte in fußläufiger Entfernung.

Gebühren 9 € für einen normalen, 11 € für einen großen Platz, Ver- und Entsorgungung, Duschen, 10 Ampere Stromanschluss im Preis enthalten! WLAN 2 € / Tag.

San Rafael del Rio - Calpe 303 KM