Kurz vorab: Wir haben die Reise ein paar Tage vorzeitig abgebrochen, da wir wegen Getriebegeräuschen das Wohnmobil in Spanien lassen mussten! Mehr, und über die Erfahrungen mit dem ADAC folgt jetzt:

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06.01.2016 Erste Etappe Richtung Heimat - Mit beunruhigenden Geräuschen bis zum Spätzle Fritz

Wir haben eigentlich kein Stress! Genug Zeit für die Rückfahrt, .... aber ein ungutes Gefühl fährt mit:

Wir haben auf der Hinfahrt nach Calpe leichte "Klopfgeräusche" in den ersten drei Gängen unter Last gehört. Insbesondere beim Herausbeschleunigen mit niedrigen Drehzahlen war dieses Geräusch zu hören. Mit höheren Drehzahlen und in den oberen drei Gängen auf der Autobahn war eigentlich alles normal!

Wie heißt es im bekannten Song: "Der Kopf sagt bleibt, der Bauch sagt geh"

... oder umgekehrt ... egal, wir wissen, dass es Probleme geben könnte und so fahren wir rechtzeitig in kleinen Etappen nach Hause.

Wir verabschieden uns von allen Freunden und Bekannten und rollen gemächlich durch Calpe, bzw. die Steigung bis zur Nationalstraße hoch.

Ein bißchen wehmütig schauen wir bei der Ausfahrt aus Calpe zurück auf den "Penon de Ifach" ...

...  und auf die Skyline von Calpe.

 

Die Fahrt bis zur Autobahn in Benissa geht stetig hoch, aber wir schaffen die komplette Steigung im vierten oder fünften Gang, weshalb wir uns wenig Gedanken um Geräusche aus dem Motorraum machen.

Auf der Autobahn fahren wir überwiegend im sechsten Gang. Nur bei wenigen Steigungen müssen wir mit dem Anhänger und Smart in den fünften oder vierten Gang schalten. Kein Problem; So sollten wir gut nach Hause kommen!

Der notwendige Tankstopp wird auf der Autobahn durchgeführt. Es ist ein wenig teurer ( ca.10 Cent ), aber dafür schonen wir den Antrieb.

 

Irgendwann kurz vor unserem erklärten Tagesziel höre ich auch im sechsten Gang leise Klopfgeräusche ;-( !

Radio und Gebläse ausgeschaltet und ... es bestätigt sich leider; Die Geräusche treten nicht nur in den ersten drei Gängen auf! "Shit"

 

Wir fahren sehr schonend mit wenig Beschleunigung und mit ca. 90 km/h bis zur Ausfahrt Vinaros, wo unser Tagesziel ist.

Beim "ganz sachten" Beschleunigen aus der Mautstation und bei den wenigen Brücken zum Stellplatz "Spätzle Fritz" merken wir deutlich:

 

Das wars! Mit dem Gespann können wir nicht weiter fahren ohne größeren Schaden zu verursachen!

Bei jeder Beschleunigungsphase rattert es im Motorraum und wir befürchten das Schlimmste.

 

Bis zum Stellplatz (Info s. Hinfahrt) geht alles gut und wir rufen kurz nach der Ankunft noch beim ADAC an.

Man teilt uns mit, dass eine Abschleppung nach Deutschland nur nach einer Diagnose in einer Fachwerkstatt erfolgen wird. Das verstehen wir!

 

Morgen wird man uns mitteilen, wo wir diesen Check in der Nähe durchführen lassen können.

 

Was soll ich sagen; Der Abend im Restaurant vom Spätzle Fritz war nicht so gut wie sonst. Es hat nicht an dem leckeren Essen und dem Rotwein gelegen. Das "Problem" liegt schwer im Magen.

 

Ist das Problem kurzfristig lösbar? Können wir noch 10 Tage entspannten Urlaub genießen? Die Nacht ist nicht so toll! 

07.01.2016 Check in einer Fiat Werkstatt in Vinaros

Nach der eher schlaflosen Nacht warten wir bis mittags auf den Anruf vom ADAC. Dann erfahren wir, dass es im ca 13 KM entfernten Vinaros eine Fiat Werkstatt gibt und wir dort einen Termin haben.

Mit wenig "Gas" fahren wir mit dem Gespann zur Werkstatt und hängen den Anhänger ab.

Die Werkstatt macht von außen einen guten Eindruck. Innen erwarten uns drei Personen: Ein älterer Herr, der offensichtlich Meister und Chef der Firma, sein Enkel (?), der im Büro mit feinen "Klamotten" im Internet daddelt und ein sehr freundlicher junger Mann, der offentsichtlich der einzige Mechaniker ist. Nur er spricht ein wenig Englisch und hilft die sprachlichen Barrieren einigermaßen zu überwinden.

Man kümmert sich recht schnell um uns und ich mache mit dem Chef eine Probefahrt. Er hört kein Problem bis ich ihn bitte selber zu fahren. Ich kenne das Problem und nach einigen kurzen untertourigen Beschleunigungen hört auch er die beunruhigenden Geräusche.

Zurück in der Werkstatt, wird das Womo auf einer Hebebühne zur weiteren Inspektion hochgefahren. Die bis 4 to. zugelassene Bühne (lt. Aufkleber) hat Mühe unser 4,5 to. schweres Mobil zu heben, aber es klappt.

Nach einer Sichtkontrolle steht für den Meister fest; Es ist die rechte Antriebswelle.  ??   Meiner Meinung und meinem Gehör nach ist es definitiv ein Problem am mittleren linken Bereich.

Nie im Leben ist das Problem rechts; Also rufe ich beim ADAC an und bitte jetzt um die notwendige Abschleppung nach Deutschand.

Der ADAC Mitarbeiter teilt uns am Telefon mit, dass eine Abschleppung nicht möglich sei, wenn eine Diagnose feststehe und eine Reparatur innerhalb von 24 Stunden stattfinden könne.

Also willigen wir notgedrungen in die Reparatur ein und hoffen, dass ich mich bezüglich der Geräuschquelle wirklich getäuscht habe!

Das entsprechende Ersatzteil wird bestellt und soll morgen vormittag aus Madrid angeliefert werden.

Wir fahren mit dem Gespann anschließend wieder zum Spätzle Fritz und laden den Smart vom Anhänger, in der Hoffnung, dass nun alles seinen Weg geht!

Als wir uns zum Abendessen anmelden, erreicht uns ein erneuter Anruf vom ADAC: Wir müssen das Ersatzteil heute noch bis 18 Uhr bezahlen, damit es bestellt wird und morgen geliefert wird! In Deutschland undenkbar, aber wir sind in Spanien und da ist wegen der Zahlungsmoral Vorkasse wohl üblich!

Also müssen wir uns beeilen um noch rechtzeitig zur Werkstatt zu kommen. Hoffentlich akzeptieren die eine Kreditkarte.

Gegen 17:45 Uhr bezahlen wir das Ersatzteil und fahren zurück zum Stellplatz.

Was für ein Tag! Das Abendessen und den leckeren Hauswein können wir nicht wirklich genießen.

08.01.2016 Besichtigungen an der schönen Küste und Reparaturversuche in der Werkstatt.

In der Hoffnung, dass das Ersatzteil heute tatsächlich geliefert wird, laden wir den Smart vom Anhänger damit wir den Tag nicht in der Werkstatt verbringen müssen. Kurz vor Mittag kommt dann der erlösende Anruf: Das Ersatzteil ist da und wir können sofort kommen.

Wir fahren unser Wohnmobil direkt auf die Bühne und hoffen auf positive Ergebnisse. Da wir wegen der üblichen zweistündigen Mittagspause nicht vor 16 Uhr mit der Reparatur rechnen können, nutzen wir den sonnigen Tag für Besichtigungen mit dem Smart.

 

Von Vinaros fahren wir über die Nationalstraße südlich über Benicarlo nach Peniscola. Hier waren wir schon öfter in den letzten Jahren und sind gespannt, was sich verändert hat.

Nicht viel und so besichtigen wir zunächst den südlichen Strand ...

... der immer noch vom Altstadtberg vom nördlichen Strand getrennt wird.

Der ist endlos lang und geht nahtlos bis nach Benicarlo und Vinaros weiter.

Hinten am Horizont, noch vor dem kleinen Berg, befindet sich Vinaros, wo unser Womo hoffentlich jetzt in guten Händen ist!

Die eigentlich einzige Bausünde sieht man hier rechts oben im Bild. Das kennen wir in Spanien leider ganz anders!

Fast am nördlichen Stadtrand von Peniscola entsteht ein neuer Stellplatz, den man schon benutzen kann.

Er liegt Strandnah (ca.  150 Meter) und ruhig. Mit 6,30 € ist er zudem unschlagbar günstig, aber man darf hier nur parken. Also keine Markise ausfahren und den Grill rausstellen. Ob das kontrolliert wird?

Entlang der schönen und gepflegten Promenade von Peniscola geht es über Benicarlo nach Vinaros.

Es ist unser erster Besuch am Strand von Vinaros und wir sind schwer begeistert.

Das hätten wir so schön nicht erwartet!

Heute ist nicht nur ein wolkenloser Wintertag ...

... es ist richtig schön warm!

Hier könnte man sich wohl fühlen, .... wenn das Wohnmobil auf einem Strandparkplatz und nicht in der Werkstatt stehen würde ;-(

 

Da wir neugierig auf den Erfolg der Reparatur sind, fahren wir gegen

14:30 Uhr zur Fiatwerkstatt und sehen gerade noch wie die Tore verschlossen werden!? Die Mittagspause beginnt (jetzt erst?) und wir sollen nach 16 Uhr noch mal fragen. Okay, die fangen erst um 9 Uhr an und machen erst um 20 Uhr Feierabend.

 

Gut das wir den Smart dabei haben. Also erkunden wir die nördliche, für uns unbekannte, schöne Küste.

Die Küstenlandschaft ist immer noch sehr schön, aber große Sandstrände gibt es hier nicht mehr.

Wir sehen immer mehr felsige Steilküste mit kleinen, aber feinen Sandbuchten. Das hat doch auch was!

Da uns nach Frühstück heute morgen nicht der Sinn stand, meldet sich jetzt doch der leere Magen und wir schauen nach einer kleinen Bar.

Irgendetwas "Schickes" am Strand finden wir um diese Jahreszeit an diesem Küstenabschnitt nicht, aber in einem der kleinen Küstenorte sehen wir ein völlig unscheinbares Restaurant mit Plastikstühlen und verrosteten Tischbeinen. Wir kämen nicht auf die Idee hier Essen zu gehen, aber der megavolle Parkplatz mit überwiegend spanischen Autokennzeichen verspricht Gutes!

Volltreffer: Wir genießen Lammsteaks und Lammkotletts mit Pommes, einen großen Salat, Mineralwasser und Hauswein für 11,30 €. Zusammen!, und es war total lecker!

Also wer mal in Vinaros ist: Die Küstenstraße nördlich bis zur kleinen Ortschaft Cales Triador. Dann auf der linken Seite zum Restaurant El Garrofer. Wirklich sehr zu empfehlen, wenn man gut und günstig Essen möchte und nichts Nobeles erwartet ;-) 

 

Leider war das der letzte angenehme Zeitpunkt heute:

Gegen 16:30 Uhr sind wir wieder an der Werkstatt und sehen wie das Womo gerade mit der Hebebühne runter gefahren wird.

Der Meister signalisiert, dass er zum Abschluss der Reparatur eine  Probefahrt machen möchte. Natürlich fahre ich mit!

Wir fahren durch zwei Kreisel und dann auf einer Ausfallstraße durch Orangenplantagen. Er beschleunigt quasi im Standgas und signalisiert mit Daumen nach oben und einem spanischem "Bon" das alles gut ist.

Nein, dass ist es nicht! Ich gebe ihm zu verstehen, dass er mal ordentlich Gas geben soll. Er beschleunigt ein wenig mehr und ich höre ein leises Geräusch, welches er aber nicht hören will. So nicht!

Fahrerwechsel: Natürlich weiß ich genau wie ich von unten herausbeschleunigen muss und das wohl bekannte Geräusch ist wieder da. Die vermeintliche Reparatur hat absolut nichts gebracht.

Das war mir eigentlich ja klar! Aber wir wurden ja vom ADAC zur Durchführung dieser Maßnahme gezwungen. 

Zurück an der Werkstatt rufe ich beim ADAC an und teile das Ergebnis mit.

Jetzt muss der Rücktransport organisiert werden. Ich schlage vor, dass wir mit einem Kleintransporter oder zu mindestens mit einem Pkw mit Anhängerkupplung nach Hause fahren und den Anhänger mit dem Smart mitnehmen. Das würden ja auch die Abschleppkosten reduzieren!

Schnell ist klar, dass das nicht geht. Man könne uns einen spanischen Pkw geben mit dem wir zu einem Autoverleih in Nordspanien fahren könnten. Dort könnten wir auf einen Pkw mit deuschem Kennzeichen wechseln und nach Hause fahren. Ohne Kreditkarte würde das allerdings nicht gehen!

Die haben wir zwar, aber es macht uns doch bedenklich. Was macht man wenn man keine hat? Ohne Hinterlegeung von Kreditkartendaten gibt es keinen spanischen Leihwagen.

Außerdem erfahren wir einige Minuten später, das beim nordspanischen Flughafen in Girona lediglich ein Fiat 500 zur Verfügung stehen würde.

Alternativ dürften wir nach Hause fliegen, aber das ist mit unserer Hündin keine Alternative, da sie nur im Frachtraum in einer Hundebox mitfliegen könnte. Und was wäre mit dem Gepäck aus dem Wohnmobil?

 

Wir wollen und können uns nicht sofort entscheiden. Bis Morgen werden wir überlegen, was die beste Möglichkeit für uns ist.

 

Die völlig nutzlose Reparatur müssen wir natürlich bezahlen und so wird  unsere Kreditkarte mit knapp 700,00 € inkl. Vorleistung für das Ersatzteil belastet, bevor wir zum Stellplatz "Spätzle Fritz" zurückfahren können.

 

Dass der Abend und die folgende Nacht nicht so toll ist, ist abzusehen, aber da müssen wir jetzt durch!

Morgen sehen wir wie es weiter geht.

09.01.2016 Der Tag der Wahrheit - oder - der Tag der Entscheidung

Das "Kopfkino" läßt uns in der Nacht nicht wirklich schlafen.

Wir haben drei Alternativen:

 

1. Wir versuchen die Rückfahrt mit Womo und leerem Anhänger. Edi müsste mit dem Smart hinterher fahren.

Vorteil: Das Womo ist zu Hause in der Werkstatt unseres Vertrauens oder zumindestens in Deutschland. Von da geht es dann mit Leihwagen und Anhänger nach Hause.

Nachteil: Das Getriebe fliegt uns eventuell komplett um die Ohren. Wer weiß schon wo? In einer Kurve oder in einem Tunnel? Das könnte sehr gefährlich werden! Und dann wären die Kosten für ein komplettes Getriebe sehr teuer!

Weiterer Nachteil: Die Sprit und Autobahngebühren fallen doppelt an.

 

2. Wir nehmen den angebotenen spanischen Leihwagen bis zum Flughafen von Girona und tauschen dann das Fahrzeug gegen einen Fiat 500. Das Gepäck muss umgeladen werden und erst einmal hineinpassen.

Vorteil: Es ist nicht unser Fahrzeug, was 2000 KM fahren muss.

Nachteil: Mit 69 PS geht es dann nicht schnell und ziemlich laut nach Hause. Fahrt den "Kleinen" mal mit dem Basismotor auf der Autobahn!

 

3. Wir packen den Smart bis unters Dach mit den notwendigsten Dingen und fahren mit 102 PS und recht komfortabel nach Hause.

Komfortabel? Ja, denn wer jemals in einen Smart neueren Modells gesessen hat, weiß das zwar er nur zwei Sitze hat, aber sehr viel Platz vorhanden ist!

Das Fahrverhalten des Brabus Smart ist ohnehin sehr gut.

Vorteil: Wir bekommen vom ADAC die Kraftstoff-, sowie die Mautkosten bis 500 € erstattet, wenn wir das eigene Fahrzeug benutzen. So das Versprechen am Telefon: Mal schauen!

Weiterer Vorteil: Wir haben den Smart direkt zu Hause.

Nachteil: Wir haben 17 Zöller Sommerreifen und dürfen auf keinen Fall in Schnee oder Eis kommen.

Der Smart hat gut 2000 KM mehr auf der "Uhr", was aber nicht so schlimm ist, da wir zu Hause im Stadtverkehr ohnehin nicht viel fahren.

 

Wir haben die Qual der Wahl .... und entscheiden uns für die dritte Alternative!

Übernachtungskosten werden bei dieser Entfernung nach Hause für drei Nächte mit max. 85,00 € pro Nacht vom ADAC erstattet.

Also, jetzt wird ausgeräumt, umgeräumt, eingepackt und bepackt. Die Sommerklamotten sowie die Schmutzwäsche bleiben natürlich im Womo. Wintersachen benötigen wir zu Hause und die teure Elektronik, (IPad, Notebook, Lesgeräte und Co.) müssen mit allen Ladekabeln natürlich mit.

Lebensmittel, die frostgefährdet sind, werden in der Mülltonne entsorgt bzw. verschlossene Packungen an Womo Nachbarn verschenkt. Wir schmieren uns nur ein paar Brote für die Fahrt und nehmen zwei Flaschen Mineralwasser mit. Mehr Platz ist nicht da!

Womo und Anhänger können wir nach Absprache mit der außerordentlich freundlichen und hilfsbereiten Stellplatzchefin vom Stellplatz Spätzle Fritz dort stehen lassen, bis das Gespann abgeholt wird.

Vielen Dank für diesen Service!!!

Vorher fahren wir zur Entsorgung und lassen alle Flüssigkeiten ab, denn wer weiß, wann und bei welchen Temperaturen das Womo nach Haus gebracht wird.

Bis wir los kommen ist es bereits 12:30 Uhr und irgendwie sind wir froh mit dem eigenen Fahrzeug nach Hause fahren zu können.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir die AP7 und geben Gas. Nicht wirklich, denn schneller als 120 dürfen wir nicht fahren. Ok, 130 ;-)

Nach einer guten Stunde umrunden wir Barcelona und erreichen bereits gegen 16:30 Uhr die Grenze nach Frankreich.

Die Grenze wird wegen der möglichen Terrorgefahr wieder gut kontrolliert, aber nach einer viertel Stunde können wir zickzack über einen Parkplatz französischen Boden erreichen und wieder Gas geben.

Unser erklärtes Ziel ist Palavs-les-Flots, welches wir schon öfter für eine Übernachtung genutzt haben. Das ist für uns immer die letzte Übernachtungsmöglichkeit am Mittelmeer, bevor es beim nahen Montpellier ins Rhonetal geht.

Wir schauen bereits auf der Fahrt nach Übernachtungsmöglichkeiten mit Hund und finden das Hotel Amerique, welches sich mitten im Ortskern von Palavas-les-Flots befindet.

Dort angekommen gehe ich zur Rezeption und sehe ein Hundeverbotsschild! Aber nach einem kurzen Gespräch mit der englisch sprechenden, netten Rezeptionistin wissen wir, dass sich gegenüber des Hotels ein Motel befindet, wo Hunde erlaubt sind. Die Übernachtungskosten betragen 

82,60 € inkl. Parkplatz hinter einem elektronisch gesichertem Zugang. 

Das ist für uns wichtig, denn wir wollen den Smart ja nicht ausräumen!

Nachdem wir uns eingerichtet haben, benötigt nicht nur unsere Aussie Dame Joy Bewegung und frische Luft.

Wir stellen schnell fest: Es ist mit 5°C deutlich kälter als in Spanien. Gut und gerne 10°C trennen uns von den Abenden in Calpe und die nette Dame an der Rezeption meint, dass wir angesichts der Farbe keinen Urlaub in Frankreich gemacht hätten. Hier wäre in den letzten 14 Tagen die Sonne nur zu erahnen gewesen.

Ok, aber bei schönen Wetter ist es hier richtig toll. Den Leuchtturm, der wie ein Fernsehturm aussieht, kann man mit einem Aufzug besichtigen.

Oben im Panoramarestaurant hat man einen tollen Ausblick auf die Küste. Wir haben bei früheren Reisen davon berichtet.

Direkt neben dem Motel befindet sich ein italienisches Restaurant mit einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis.

Wir genießen den Abend bei Pizza, Pasta, Salat und Vin Rouge.

Perfekt, ja wenn es nicht so wäre wie es ist!

Womo Besitzer können das nachvollziehen!!

10.01.2016 Quer durch Frankreich bis zum Breisgau

Vermutlich waren wir die einzigen Gäste im Motel. Entsprechend ruhig war die Nacht.

Den schön gestalteten Innenhof des Motels sehen wir erst morgens nach Sonnenaufgang. Nicht schlecht ...

... und sogar einen Pool gibt es hier.

Joy fühlt sich auch sofort wohl und kann die Morgentoilette erledigen.

Natürlich entfernen wir die Hinterlassenschaften!

Gegen 09:30 Uhr geht es dann wieder weiter Richtung Heimat. Die Sonne kommt raus und es macht richtig Spaß den Smart durch die Kurven zu treiben. ... bis kurz vor Lyon, denn da beginnt es heftig zu regnen. Viel mehr, als die erlaubten 130 km/h sind jetzt nicht mehr drin.

Im Wohnmobil ist die Gischt wegen der erhöhten Sitzposition kein Ding, aber jetzt erwischt es uns voll!

Mit einigen Pinkelpausen für Joy, naja, wir müssen auch mal, geht es regnerisch weiter bis wir gegen 16:30 Uhr im Breisgau bei Freiburg von der Autobahn abfahren.

An der Autobahnabfahrt sehen wir ein Werbeschild vom Fallerhof. Das ist ein Restaurant mit Hotel und einem Gästehaus.

Ich frage bei der Rezeption und erfahre, dass es kein Problem ist, mit unserer Joy im Gästehaus zu übernachten, welches sich auf der anderen Straßenseite befindet. Dort gibt es sogar eine videoüberwachte Tiefgarage! Die Übernachtungskosten belaufen sich auf 79,00 € inkl. Frühstück.

Wir genießen ein leckeres Abendessen im Restaurant und fallen nach einen Spaziergang mit Joy müde ins Bett.

Das Zimmer ist nicht riesig, aber sehr gepflegt und ...

... und gut möbiliert. Das Bad ist ...

... definitiv wesentlich besser ausgestattet und sauberer als im Motel in Frankreich!

11.01.2016 Quer durch Deutschland bis nach Hause

Wir könnten uns heute noch eine Nacht im Hotel vom ADAC finanzieren lassen, aber wir schauen mal, wie weit wir kommen! Auf Urlaub im Hotel haben wir keine Lust. Es wäre höchstens ein weiterer Übernachtungsstopp damit die Fahrt nicht zu stressig wird.

Um 10 Uhr starten wir Richtung Heimat und es regnet wieder in Strömen.

Wir haben bezüglich der Strecke die Qual der Wahl:

Entweder die kürzere Strecke von der Hinfahrt, also über Frankfurt und die Siegerlandlinie oder am Rhein entlang. Hier sind es 80 KM mehr und wir müssen durchs Ruhrgebiet fahren.

Die Wetterprognose auf dem IPhone signalisiert, dass wir auf der Fahrt durch das Sieger- und Sauerland in den Höhenlagen eventuell mit Schnee, bzw. ziemlich sicher mit Schneeregen rechnen müssen! Das geht mit 225er "Sommerreifenschlappen" nicht wirklich!

Also haben wir keine Alternative und fahren am Rhein entlang bis ...?

Andernach wäre vielleicht noch ein Übernachtungsstopp wo wir zu einer Übernachtung Lust hätten, aber wenn es geht, wollen wir bis nach Hause fahren!

Die Fahrt ist wegen dem Regen nicht sehr entspannend, mehr als 150 km/h sind fast nicht drin, aber wir kommen flott und ohne Stau gut voran.

Kurz vor Andernach entscheiden wir wegen der Uhrzeit (ca. 16 Uhr), doch noch bis nach Hause zu fahren.

Wir rufen meine Mutter an, die den Pelletofen anschaltet und die Heizkörper aufdreht, und düsen nach Hause.

Um 18 Uhr drehen wir den Zündschlüssel und sind megafroh, dass wir wieder gesund und einigermaßen munter zu Hause sind.

 

Was war das für ein Ritt! Über 2.000 KM mit einem vollbepackten Auto durch Spanien, Frankreich und Deutschland.

Hochachtung auch für den Smart, der es mit Bravour geschafft hat uns gut und bequem nach Hause zu bringen.

Fast 8 Liter Super Plus auf 100 KM hat er "gefressen", aber wir haben ihn nicht wirklich geschont. Wenn es nicht geregnet hätte, wäre der Verbrauch zumindestens in Deutschland sicher gegen 10 Liter gegangen, aber für Autobahnfahrten mit Vollgas ist so so ein "Spaßauto" ja auch nicht gedacht!

 

Das war der Reisebericht Winter 15/16 in Spanien, aber wir beenden ihn hier nicht, denn ihr wollt sicher wissen, wie es mit der Überführung des Wohnmobils und dem Anhänger geklappt hat!

Und natürlich, wie die Reparatur verlief und woran es denn gelegen hat. Das möchten wir Euch auch natürlich nicht vorenthalten.

Überführung und Reparatur des Wohnmobils

Man hatte uns vom ADAC bezüglich der Dauer der Überführung des Gespanns einen möglichen Zeitrahmen von 1 - 3 Wochen genannt.

Man möchte natürlich einen Sammeltransport durchführen.

In unserem Fall war so ein Sammeltransport ohnehin nicht möglich, da der Tieflader mit  Wohnmobil und Anhänger ohnehin voll bepackt war.

Außerdem ist im Winter mit weniger Rücktransporten zu rechnen.

Wir wussten von der Stellplatzchefin vom "Spätzle Fritz", dass das Gespann am Mittwoch, den 13.01.2016 gegen Mittag abgeholt wurde. Die Stellplatzgebühren wurden dort direkt beglichen und unser Womo wurde zu einer ADAC Sammelstelle an der Autobahn verfrachtet.

Also noch einmal wichtig zu erwähnen: Der Stellplatz, die Chefin und die Bedienung im Restaurant  waren absolut hilfsbereit! Auch bezüglich der erforderlichen Telefonate mit Übersetzung!

 

Nach genau einer Woche wurde wurde ich von Peter, einem der Chefs von Peterik Automobile in Mettingen, angerufen und informiert, dass das Wohnmobil gerade abgeladen wurde.

Peter hat vorsichtshalber Fotos von allen Seiten aufgenommen um mögliche Transportschäden zu dokumentieren. Der denkt aber auch an Alles!!

Es sieht aber alles gut aus!

Ihr könnt es Euch eventuell vorstellen: Wir waren megafroh über diese Nachricht! Man hängt halt an seinem "Baby" ;-).

Nun kommen wir zur Reparatur:

In Spanien hätte man vermutlich noch die linke Antriebsachse gewechselt, vielleicht hätte es auch an verschliessenen Radlagern gelegen.

 

Wir sind froh, dass die "Kiste" bei "unserer" Werkstatt in Mettingen steht! Hier wissen wir, dass man das Problem professionell angeht!

 

Was soll ich sagen bzw. schreiben: Peter hat nach einer kurzen Probefahrt eindeutig das Problem erkannt:

Er ist halt auch langjähriger Wohnmobilfahrer!

 

Definitiv liegt das Problem am Getriebe! Hallo?

Ich war mir absolut sicher, dass das Problem nicht an der rechten Antriebswelle liegen konnte, aber zu dieser Reparatur wurden wir ja vom ADAC gezwungen!

Genug geschimpft, denn es wurde uns ja auch geholfen.

Wie die Kostenabrechnung ausgeht ... später!

 

Was nun? Für Peter ist klar, dass das Getriebe zerlegt werden muss. Hier wird nichts komplett ausgetauscht!

Die große Halle mit der LKW Grube ist besetzt und so müssen wir uns verständlicherweise noch zwei Tage gedulden.

Dann ist es soweit: Das Getriebe wird ausgebaut und zerlegt. Die Diagnose ist eindeutig: Ein Lager ist völlig hinüber und weitere zwei dadurch "angeschlagen". Es werden aber vorsichtshalber sieben Lager ausgetauscht.

 

Wären wir weiter gefahren, hätte es mit Sicherheit "Getriebesalat" gegeben.

Der telefonische Rat "unserer" Werkstatt, die Fahrt unbedingt abzubrechen, war Gold wert! Wir mögen nicht daran denken, was alles passiert wäre, wenn wir ungünstig stehen geblieben wären! Von den Kosten eines kompletten Getriebes mal abgesehen!

 

Alle Zahnräder und der Rest im Getriebe ist in einem tadellosem Zustand!

Peter empfiehlt das Kupplungslager ebenfalls auszutauschen, da das Getriebe jetzt schon einmal ausgebaut ist. Die Kupplung ist noch wie neu und braucht nicht erneuert werden.

Die Orginalteile des Getriebes sind schnell bestellt und geliefert. Nach dem Einbau und einer ausgiebigen Probefahrt kommt der erlösende Anruf, dass alles super läuft!

Vielen Dank an die "perfekte" Werkstatt mit Super Womoservice!

 

Wir sind keine Freunde von "Schleichwerbung", aber wir müssen deutlich sagen, dass wir diese "Schrauberwerkstatt" absolut empfehlen können.

In Mettingen gibt es, ebenso wie im benachbarten Ibbenbüren oder am Mittellandkanal in Riesenbeck, einen Wohnmobilstellplatz in Reichweite.

Also könnte man auch einen Werkstattbesuch mit einem Urlaub im Tecklenburger Land verbinden!

Werkstattinfo:

Hier die Kontaktdaten vom Autohandel und der Werkstatt von Peter & Erik:

 

peterik automobile GmbH

Hügelstr. 14, 49497 Mettingen

Tel.: 05452-509773

Fax: 05452-509775 

 

Es werden nicht nur die typischen Werkstattarbeiten an Pkw und Lkw angeboten, sondern auch Wohnmobilspezifische Arbeiten zu sehr fairen Preisen, wie beispielsweise der Einbau, Reparatur und die Installation von Zubehör wie:

Solaranlagen, Hubstützen, Anhängerkupplungen, Sat-Anlagen, Multimedia, Klimaanlagen, Standheizungen etc.

Abrechnung mit dem ADAC:

Wir werden, nachdem alle Kosten und die Erstattungen für die Rückfahrt erfolgt sind, berichten, wie das geklappt hat!

 

Das ist jetzt soweit:

Die Benzinkosten und Autobahngebühren sowie die Übernachtungen in der Gesamthöhe von ca. 580,00 € wurden erstattet.

Die Verpflegungskosten wurden, nachdem wir erklärt haben, dass wir im Wohnmobil Selbstversorger sind, leider nicht erstattet. Das ist ok!

 

Das große Ärgernis ist die aufgezwungene und völlig unnötige Reparatur!

Die Kosten in Höhe von fast 700,00 € werden wir jetzt einfordern.

Notfalls mit Hilfe eines Rechtsanwaltes.

Es kann in unseren Augen echt nicht sein, dass einem eine so kostspielige Reparatur aufdiktiert wird, zumal wir immer deutlich erklärt haben, dass das Problem nicht an der rechten Antriebswelle liegen kann, sondern im mittleren rechten Bereich, nämlich vom Getriebe herkommt.

 

Wie das ausgeht, werden wir in Kürze hier berichten.