07.12.2016 Anreise bis nach Andernach am Rhein

Heute mittag geht es endlich los. Wir planen nichts und werden ersteinmal Richtung Frankreich fahren. Wir werden dann spontan entscheiden, wohin es geht. Das ist ja der Vorteil von einer Reise mit dem Wohnmobil!

 

Grobes Ziel ist heute Trier, aber so weit kommen wir nicht, bzw. es fehlt uns die Lust. Wir starten bewölkt und trocken bei 3 Grad und ab Düsseldorf wird es sonnig.

Im Ruhrgebiet ist es wie immer rappelvoll und ein Stau grenzt an den anderen. Wenn man aus dem Münster-, bzw. Osnabrücker Land kommt, ist man diesen Verkehr "Gott sei Dank" nicht gewohnt!

Wir fahren keine 10 Minuten ins Büro aber hier sind Pendlerzeiten von bis zu zwei Stunden normal. 

 

Also, bei Bonn haben wir irgendwie keine Lust mehr zum fahren und so biegen wir auf die B9 ab, die am Rhein entlang führt und uns in 40 KM nach Andernach führt. Wir sind ja nicht auf der Flucht und so reicht uns dieses Etappenziel für heute.

Auf dem Stellplatz in Andernach ist viel Platz, was im Sommer eher sehr unüblich ist. Wir parken auf einen Platz mit "unverbauter" Sicht auf den Rhein.

Wir haben einen Sonne-Wolken-Mix und nur 2 Grad, aber es ist ja auch Winter ;-) und Regen wäre definitiv schlechter.

Nachdem wir uns am Strom angeschlossen haben, gehen wir am Rheinufer entlang ....

... in die weihnachtlich geschmückte Innenstadt ...

... und kommen in das "Weihnachtsdorf", wie hier der Weihnachtsmarkt genannt wird.

Es gibt hier eine "Lebendkrippe", aber es wirken nur am Freitag, Samstag und Sonntag lebende Menschen und Tiere mit. Heute ...

... muss Joy als "Schauspielerin" auf den Brettern dieser Welt herhalten.

Die Küche bleibt in Andernach kalt, weil es beim "Franziskaner" mit angegliederter Metzgerei ein unglaubliches Preis-Leistungsverhältnis gibt!

Hier gibt es z.B. Riesenschnitzel mit frischen Pilzen und Beilagen für 6,75€ und den viertel Liter Wein für 1,40€. Da kann man kaum selber kochen!

Anschließend machen wir es uns im Womo gemütlich und sehen viele Schiffe auf den Rhein.

Stellplatzinfo:

Stellplatz am Rheinufer, Uferstraße, 56626 Andernach

Gebühren: 7,00 €, Strom: 1,00 € 0,8 kWh, Wasser: 1,00 € 100 Ltr.

08.12.2016 Über Luxemburg nach Frankreich zum Stellplatz in Pont-à-Mousson

Es beschweren sich im Internet viele über die Bahnstrecke am Rhein, die ihnen den Schlaf raubt. Das verstehen wir nicht: Die Bahnlinie auf der gegenüberliegenden Rheinseite hat uns noch nie gestört. Wenn jemand so empfindlich ist, der sollte sein Womo nicht am Rhein parken, denn es sind auf beiden Seiten fast immer direkt am Ufer Bahnlinien vorhanden.

Für uns ist der Bahnverkehr kaum hörbar und die Lage mit direktem Blick auf den Rhein entschädigt und so wir machen wir immer gerne einen Stopp auf diesem Platz.

Frostig kalt um den Gefrierpunkt fahren wir vom Stellplatz in Andernach auf die Autobahn zunächst nach Trier. Hier tauschen wir die noch zu einem drittel volle Gasflasche (11KG) bei einem Globus Baumarkt für sehr günstige 13,55 €, denn wir wollen mit vollen Flaschen in den Süden reisen. Wir haben 2 x 11 KG, 1 x 5 KG sowie eine französische 12 KG Flasche vom E-Leclerc Supermarkt dabei. Die haben wir für günstige

5,00 € Pfand vor 5 Jahren erworben, damit wir im teilweise kalten Frankreich Gas kaufen können. Sie reicht dann meistens bis fast zum Ende des Spanienurlaubs, so dass sie auf dem Rückweg in Frankreich wieder getauscht wird. Die deutschen Flaschen haben wir dann noch als Reserve.

Warum das Ganze? Im einigen Europa gibt es in jedem Land andere Gasflaschen mit anderen Anschlüssen. Wir haben zwar Adapter für die gängisten Flaschen, aber es ist echt nervig und aufwendig die verschiedenen Flaschen zu besorgen und Platz für 5 verschiedene Flaschen haben wir nicht! ;-((.

Globus Baumarkt in Trier mit großem Parkplatz auch für Womos mit Anhänger oder LKW geeignet.

Bereits gegen 14:30 Uhr erreichen wir den Stellplatz ...

... im Yachthafen von Pont-à-Mousson ...

... mit tollem Blick auf die Mosel und die alte Brücke ...

... die uns ins Centrum bringt. Hier gibt es einen Weihnachtsmarkt, aber die meisten "Buden" sind noch geschlossen.

Stellplatzinfo:

Aire de Camping-Cars-Port de Plaisance

Boulevard de Lattre de Tassigny, 54700 Pont-à-Mousson

Stellplatz für ca. 50 Mobile am Sportboothafen am Moselufer.

Gebühren: 9,50 € inkl. V+E, Strom und W-Lan inbegriffen.

Sehr großzügige und sehr saubere Sanitäranlagen mit großen Duschkabinen sind ebenfalls in der Stellplatzgebühr enthalten.

09.12.2016 Weiter Richtung Süden bis kurz vor Lyon

Gegen 09:30 Uhr rollen wir vom Stellplatz und dann geht es mautfrei bis kurz vor Lyon. Wir nutzen eigentlich wenig mautfreien Strecken, da wir die längere Zeit, den Mehrverbrauch und die Materialbeanspruchung gegenrechnen und da bleibt unterm Strich kein großes Plus in der Geldbörse. Aber die Strecke von Nancy über Besancon und Bourg-en-Bresse bis an den den Vogelpark fahren wir gerne, da sie meistens sehr gut ausgebaut ist und über wenig Kreisel und Ortsdurchfahrten verfügt.

Die Fahrt verläuft durch hügelige schöne Landschaften und die Sonne scheint den ganzen Tag fast ungetrübt vom Himmel.

Ein Stück nördlich von Bourg-en-Bresse endecken wir einen ruhigen Parkplatz in dem kleinen Örtchen Joudes an der N83.

Eigentlich perfekt zwischen Gemeindehaus und Kirche. Daneben befindet sich ein schöner Park und gegenüber der Strasse eine Bäckerei mit einer kleinen Bar.

Hier bleiben wir, aber ....

... nachdem dieser LKW 3 Meter vor uns parkt und aus dem stinkendem Container Blut ausläuft, halten wir es hier nicht länger aus.

Der Container enthält offensichtlich Schlachtabfälle und ist ziemlich undicht. EKELHAFT! Der Fahrer geht mal kurz in die Bar und trinkt bestimmt einen großen Schnaps, damit er den Gestank aushält.

In Deutschland hätten wir das komplette Programm auffahren lassen:

Polizei, Gesundheitsamt etc., aber hier? ... hauen wir lieber ab!

Als wir gegen 17:30 Uhr am Vogelpark ankommen wird es dunkel und wir stehen ganz alleine auf dem großen Parkplatz.

Das ändert sich aber im laufenden Abend und so stehen hier um

20:00 Uhr bereits 8 Mobile und es werden sicher noch mehr.

Für eine Zwischenübernachtung liegt dieser Platz einfach nur gut und es ist immer schön ruhig. Da die Nationalstraße ca. 200 Meter entfernt liegt, hört man von dem Verkehr fast nichts!

Stellplatzinfo:

Parking Parc des Oiseaux, besser bekannt als Vogelpark

RD 1083, 01330 Villars-les-Dombes

Parkplatz für >50 Mobile auf dem großen Parkplatz des Vogelparks.

Besuch des wirklich schönen Vogelparks erwünscht, aber im Winter nicht möglich. Das Parken ist aber auch dann geduldet!

Gebühren: keine, V+E: keine, ideal für eine Zwischenübernachtung auf der Durchreise nach und von Südfrankreich bzw. Spanien.

10.12.2016 Wir erreichen das französische Mittelmeer und den Stellplatz in Gruissan

Auf dem Stellplatz am Vogelpark ist es nachts totenstill und am Morgen weckt uns die Sonne bei frostigen -2 Grad.

Wir erreichen bald Lyon und fahren südlich davon auf die mautpflichtige Autobahn Richtung Mittelmeer.

Die Maut für die Strecke bis Narbonne beträgt 53,00 €. Viel Geld, aber es kürzt die Reise um mehrere Stunden ab und wir befinden uns ja auch schon 100 KM vor der spanischen Grenze.

Als wir gegen 15 Uhr Gruissan erreichen geht Edi erst mal im nagelneuen Lidl einkaufen und Joy besucht die Palmen auf dem Parkplatz. Die Temperaturen liegen bei ca. 18 Grad und so kann die Winterjacke im Womo hoffentlich für die nächsten Wochen eingemottet werden.

Der im Winter kostenfreie Wohnmobilstellplatz ist gut besucht, aber im Gegensatz zum Sommer vielleicht nur zu 20% belegt.

Wir untersuchen den angrenzenden Hafen ...

... und genießen den mediterranen Flair. So kann es bleiben!

Stellplatzinfo:

Aire des 4 Vents, Quai de la Tramontane, 11430 Gruissan

Stellplatz für 150 Mobile auf einer Sandbank am Hafen.

Gebühren: 9,00 € pro Mobil und Nacht von Februar bis Oktober.

Im Winter von November bis Januar kostenlos, V+E inkl., kein Strom.

Historische Altstadt, Geschäfte und Restaurants in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. 10 KM Entfernung von der Autobahnabfahrt Narbonne.

11.12.2016 Platja dAro an der Costa Brava

In der Nacht hat es doch tatsächlich gefroren. Das haben wir am Mittelmeer noch nicht erlebt! Dafür werden wir von der Sonne begrüßt und beim Gassigehen mit Joy ist es bereits sehr angenehm.

An der spanischen Grenze läuft doch tatsächlich bereits die Klimaanlage und ....

... man hat eine tolle Sicht auf die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen.

Unser heutiges Etappenziel ist Platja dAro. In der Sonne ist es so warm, das ein T-Shirt reicht und da die Wettervorhersage für die nächsten Tage richtig gut ist, bleiben wir erst einmal hier! Deshalb, morgen mehr.

Stellplatzinfo:

Àrea de Platja dAro, Avenida de Paris, 17250 Castell-Platja dAro

Stellplatz  für ca. 100 Mobile im Winter, sonst ca. 30 Plätze.

Gebühren: von Oktober bis März gebührenfrei, V+E gratis, kein Strom.

Im Sommer nur an dem Seitenstreifen der Zufahrtsstraße und dann gebührenpflichtig! Im Winter wird ein großer Parkplatz für Wohnmobile geöffnet und darf gebührenfrei genutzt werden. Die nicht unbedingt schicke, aber zweckmäßige V+E ist auch im Winter geöffnet. Hier gibt es Wasser kostenlos, aber keinen Strom. Leichte Lärmbelästigung durch Stromgeneratoren möglich.

12.08.2016 Platja dAro

Es war sehr ruhig heute Nacht und so schlafen wir doch tatsächlich bis

9 Uhr. Nach dem Frühstück kaufen wir in der nahe gelegenen Supermarktmeile ein. Wir finden einen ganz neuen Aldi Markt, einen fast neuen Lidl und diverse andere Märkte in fußläufiger Entfernung.

Mittags gehen wir zur riesigen Strandpromenade und genießen die warmen Temperaturen und die Sonne.

Heute gibt es mal weniger Text und mehr Fotos.

Ihr könnt die einzelnen Bilder in der Gallerie zum vergrößern anklicken!

13.12.2016 Zwischenstopp im Ebrodelta und weiter bis nach Vinaròs

Der fahrfreie Tag am Platja dAro war richtig toll, aber heute möchten wir weiter Richtung Süden. Allerdings könnte man durchaus für längere Zeit hier verweilen!

Kurz vor unserem erklärten Tagesziel kommen wir ans Ebrodelta und möchten uns dies zumindestens mal anschauen. Zu oft sind wir einfach vorbeigefahren und es soll sehr schön dort sein.

Es geht für etliche Kilometer meist einspurig durch flache Wasserfelder. Reis wird hier nicht angebaut und Salz sehen wir auch nicht ;-)

Wir müssen uns mal schlau machen, wofür die gut sind.

Entlang der Sträßchen sieht man viele kleine Häuser, die auf Halbinseln gebaut wurden. Am Ende einer Sackgasse bei dem Restaurant "Casa de Fusta" und dem Besucherzentrum gibt es sogar einer kostenfreien Stellplatz. Man zahlt lediglich für die V+E 3,00 € und es gibt sogar kostenfreies WLAN. Für Ruhesuchende und Naturliebhaber ist es echt schön hier, aber es gibt sonst nichts. Nur Natur pur!

 

Wir fahren heute noch ca. 35 KM weiter südlich bis zu unserem Tagesziel nach Vinaròs. Besuchen kurz den unten beschriebenen nördlichen Strandparkplatz und ...

... parken dann auf den Parkplatz am Ende der Strandpromenade ...

... die wir nach kurzer Pause besichtigen.

Der Strand ist "Top" gepflegt! Wir sehen nicht ein Fetzchen Müll, sogar der Sand wird täglich geharkt ...

... und selbst die Bodenplatten sehen aus, wie frisch gewischt.

Stellplatzinfo:

Kostenfreier Parkplatz auf einem gemischten Großparkplatz am nördlichen Ende der Strandpromenade, Paseo de Fora del Forat,

12500 Vinaròs. Keine V+E, kein Strom, sauberer geteerter Untergrund, schöne Strandpromenade mit vielen Restaurants in 50 Meter Entfernung.

Mercadonna Supermarkt in 300 Meter Entfernung.

Parken auch in 200 Meter Entfernung möglich am Camino de los Boverals. Nur nördlich über die Brücke und dann direkt zum Strand.

Hier allerdings unbeleuchtet und auf Schotter. Keine Ausstattung.

14.12.2016 Ein Stück weiter südlich nach Castellón

Da das Wetter sich heute noch einmal von der allerbesten Seite zeigt, macht es wenig Sinn die Zeit mit "Kilometerfressen" zu vertrödeln.

Wir fahren nur 80 KM weiter südlich bis an den nördlichen Ortsrand von Castellón.

Dort fahren wir zunächst den offiziellen Stellplatz an. Man steht hier sehr strandnah, aber ziemlich "kuschelig" mit den Womo Nachbarn. Beim Strandsparziergang sehen wir weitere Stellplätze, die uns eindeutig besser gefallen.

Hier holen wir die Campingstühle raus und genießen die Sonne.

Wir lassen die Drohne kurz fliegen, um ...

... noch ein paar Fotos aus der Luft zu schießen.

Es gibt davon auch noch ein schönes Video, welches wir hochladen werden, wenn wir WLAN haben.

Joy hat am Strand richtig Spaß. Hier kann sie galoppieren ...

... traben und ...

... nach herzenslust springen. Einfach ein riesiger toller Sandkasten!

Gegen Abend kommt ein junger Mann mit großer Lautsprecherbox und springt Seil im Rhytmus der Musik.

Zuschauer sind garantiert!

Stellplatzinfo:

Area Autocaravanas, Av Ferrandis Salvador, 12100 El Grao de Castellón

Stellplatz für 20 Mobile am Planetarium am südlichen Strandende.

Gebühren: keine, V+E gratis, kein Strom, Strand in 50 Meter Entfernung.

Geschäfte und Restaurants in 300 Meter Entfernung.

Weitere Stellflächen 150 Meter nördlich ebenfalls am weitläufigen Strand.

15.12.2016 Ein gutes Stück weiter Richtung Portugal bis nach Baeza

Die Entscheidung für die Weiterfahrt nimmt uns die Wetterkarte ab. Wir wollten an der Mittelmeerküste bis nach Portugal's Algarve fahren, um dann an der Atlantikseite oder quer durch Spanien nordwärts zu fahren.

Jetzt "ziehen wir das Pferd von hinten auf". Die Vorhersagen für den Mittelmeerraum sind bis Südspanien in den nächsten Tagen schlecht und für Portugal sieht es gut aus.

Also haben wir uns eigentlich schon gestern entschieden, zuerst Spanien zu durchqueren am südlichsten Punkt unserer Reise zu beginnen.

 

Wir umrunden Valencia und biegen dann Richtung Madrid ab. Nur für ca. 100 KM, dann geht es südlich Richtung Cordoba.

Die Landschaft ist zunächst flach und karstig. Ortschaften sehen wir teilweise nur alle halbe Stunde, aber dann wird es hügelig und grün.

Nach gut 500 KM kostenfreier und gut ausgebauter Autobahn erreichen wir unser heutiges Etappenziel Baeza.

Der offizielle Stellplatz mit V+E liegt hinter dem Busbahnhof. Er ist häßlich, dreckig und laut. Zudem lungern hier "dunkle" Gestalten rum, dass einen Angst und Bange werden kann. Wir nutzen nur die V+E und fahren etwa 500 Meter weiter zum Parkplatz an der alten Stierkampfarena. Hier ist es sauber und macht einen ruhigen, guten und sicheren Eindruck.

Ein paar Meter Richtung Süden merkt man erst wie hoch sich der Ort befindet und man hat eine tolle Aussicht auf die hügelige Landschaft.

Es bleibt bei einer kurzen Besichtigung der historischen Stadt ...

... die übrigens zum Unesco Weltkultuterbe gehört, denn es wird schon bald dunkel und der Tag war ja auch auch lang genug.

Hier noch ein kurze Übersicht der Fahrstrecke.

Stellplatzinfo:

Offiziell: Area de Baeza, Av. Alcalde Pucho Pardo, 23440 Baeza

Stellplatz für >50 Mobile am Parkplatz am Busbahnhof.

Gebühren: keine, V+E gratis, kein Strom

Inoffiziell: Parkplatz an der Stierkampfarena, Calle Andrés Segovia

Gebühren: keine, V+E am offiziellen Stellplatz benutzen! Viel ruhiger!