Am 05.01.2012 fahren wir Richtung Taragona. Wir haben eine Mail von Meli und Wolfgang (Stellplatznachbarn in Calpe) bekommen, dass unterhalb von Taragona ein neuer Stellplatz eröffnet wurde.

Den schauen wir uns an und sind ziemlich enttäuscht. Er liegt sehr unschön, ohne jeglichen Blick auf etwas Interessantes und das Schlimmste; Die Hauptbahnstrecke ist direkt daneben. Bei dieser Geräuschkullisse könnte man denken, die Züge fahren direkt durchs Wohnmobil.

Also fahren wir weiter und schauen uns die Küste an. Fahren in jeden Ort und an jeden Strand, denn wir haben ja noch Zeit und wollen die Küste erkunden.

Leider erhalten wir am frühen Nachmittag eine schlechte Nachricht von zu Hause und deshalb geht es jetzt in "gefahrlosen" Etappen Richtung Heimat.

Wir haben heute wieder mit dem Sturm zu tun, den wir auf dem Hinweg kennenlernen mussten. Das Fahren macht echt keinen Spaß und mit einem Wohnanhänger wäre an eine Weiterfahrt auf der Autobahn nicht zu denken. Mit dem Wohnmobil geht es nur langsam voran und auch die Lkw haben mit den Sturmböen zu kämpfen!

Am späten Nachmittag erreichen wir die Grenze zu Frankreich. In St. Cyprien stellen wir das Womo auf dem Stellplatz am Hafen ab. Der Sturm nimmt noch an Stärke zu und wir fragen uns, wie wir hier schlafen sollen. Das Wohnmobil wird stark durchgerüttelt und schaukelt, als wären wir noch auf der Autobahn.

Der Stellplatz ist eigentlich gut angelegt worden und man hat einen schönen Blick auf den Hafen. Leider ist er überhaupt nicht windgeschützt, da er auf einer völlig freien Fläche installiert wurde. Die Sat-Anlage lassen wir erst gar nicht hochfahren; Ein Schaden wäre unvermeidlich!

 

Was machen? Weiterfahren? NEIN, auf keinen Fall! Das war heute anstrengend genug.

 

Vor dem Stellplatz sehen wir einen Polizeijeep. Die Beamten versuchen die Staatskasse mit einer Laserpistole aufzubessern ;-)

 

Da gehe ich mal hin, um nach einem windgeschützten Übernachtungsplatz zu fragen.

Die Beiden haben Verständnis für unsere "windige" Situation und unterbrechen sofort ihre Kontrollen um vor uns her zu fahren. Sie führen uns zu einem Casino mit einem geschützten Parkplatz und wünschen uns eine gute Nacht.

Das nennen wir guten Service! Vielen Dank!

 

Nach einer ruhigen, sturmfreien Nacht auf dem geschützten Parkplatz fahren wir am 06.01.2012 weiter Richtung Heimat. Kaum sind wir aus der Stadt raus, wird es wieder stürmisch. Das kennen wir ja nicht anders ;-/

 

Am späten Nachmittag erreichen wir Tournon-sur-Rhone. Das liegt südlich von Lyon. Den Stellplatz haben wir in der ProMobil App gefunden. Er liegt unweit der historischen Altstadt und am Rhoneufer. Der Platz ist kostenlos und bietet eine Ver- und Entsorgungsstation.

 

Nach dem stundenlangen Sitzen vertreten wir uns die Beine und kaufen in einem kleinen Lebenmittelmarkt Jakobsmuscheln, die mit Knoblauch und Gewürzen im Backofen landen.

 

Wir gehen früh ins Bett, denn morgen wollen wir es mindestens bis Trier schaffen und das sind immerhin knapp 700 KM.

 

Das schaffen wir auch und so kommen wir am 07.01.2012 abends in Trier an. Natürlich füllen wir unseren Kraftstofftank vorher bis zum "Stehkragen" im nahen Luxemburg. (1,23 € / Liter Diesel)

 

200 Meter entfernt vom kostenpflichtigen privaten Stellplatz bietet die Stadt Trier neben dem "McMampf" einen kostenfreien Übernachtungsplatz mit V+E an. Der liegt zwar nicht so schön am Moselufer sondern näher an einer Moselbrücke, aber für eine Zwischenübernachtung reicht er wirklich völlig aus!

Wir können hier auch gut schlafen und sind Sonntagnachmittags, 08.01.2012, gegen 14:30 Uhr, leider eine Woche früher als geplant, wieder zu Hause.

 

Hoffentlich hat es Euch Spaß gemacht, uns hier zu begleiten!

Wenn ihr Fragen habt, nutzt bitte das Kontaktformular. Wir antworten gerne!!